Handball – Verbandsliga SG Heli „vergisst das Handballspielen“

Die Unterensinger Abwehr bekommt Heli-Akteur Alexander Stammhammer (am Ball) nicht in den Griff. Foto: /Michael Treutner

Die Verbandsliga-Handballer der SG Hegensberg/Liebersbronn schnuppern in der ersten Hälfte am Sieg gegen den Spitzenreiter SKV Unterensingen, verlieren aber wegen einer schwachen Phase nach der Pause. Reichenbach bleibt an den oberen Regionen dran.

Auch die SG Hegensberg/Liebersbronn konnte den verlustpunktfreien SKV Unterensingen im Top-Spiel der Handball-Verbandsliga nicht knacken. Gewonnene Punkte gab es dafür für den TV Reichenbach und den TSV Denkendorf, der der SG Ober-/Unterhausen nach einer tollen Aufholjagd noch einen Zähler entriss.

 

Männer

HSG Wiwido – TV Reichenbach 21:28

Einen ungefährdeten Sieg holten sich die Reichenbacher Handballer in Donzdorf gegen die HSG Wiwido. Das Team um Spielertrainer Jochen Masching ging vor der Pause mit drei Toren in Führung und legte nach dem Seitenwechsel nochmals eine Schippe drauf. Beim 19:11 in der 40. Minute durch Tim Pussert (sieben Tore) war die Partie bereits entschieden. Der TVR hält den Kontakt zu Rang zwei aufrecht.

TV Reichenbach: Funk, Bauer (1); Neumann (2), Schaupp (3), Hofmann (2), Colin Farrell (1), Wolf, Ewan Farrell (2/1), Fahrion (2), Küstner (2), Masching (3), Bühler (3), Mäntele, Pussert (7).

SKV Unterensingen – SG Heli 33:27

Die ganze erste Hälfte über sah es so aus, als würde Unterensingen die ersten Punkte in der Saison liegenlassen. „Es war ein intensives Spiel gegen den erwartet starken Gegner“, sagte SKV-Coach Michael Schwöbel. Sein Gegenüber, Veit Wager von der SG Heli, stimmte ihm zu: „Wir halten das Spiel dank der 16:15-Führung zur Pause komplett offen.“ Doch der Knackpunkt folgte direkt danach. „Wir standen in der Abwehr besser und hatten dann auch eine gute Torhüterleistung“, sagte Schwöbel, dessen Unterensinger dank eines Sieben-Tore-Laufs auf 22:16 stellten. „Das war überhaupt nicht absehbar, eigentlich gingen wir ja mit dem Momentum in die Kabine“, sagte Wager und monierte: „Wir vergessen bis zur 45. Minute das Handballspielen.“ Fehlwürfe, technische Fehler, falsche Entscheidungen – es war die Vorentscheidung. Von diesem „Genickbruch“ erholte sich die SG nicht mehr. „Mit so einer Schwächephase hast du in Unterensingen keine Chance“, haderte Wager. Zudem bangt Heli um Linksaußen Yannik Heetel, der sich in Hälfte eins am Sprunggelenk verletzte.

SG Hegensberg/Liebersbronn: Beurer, Dunz; Bechtel, Schatz, Bayer, Heetel (3/1), Habermaier (3), Stammhammer (9), Hahnloser (4), Moritz Hettich, Mehlitz (2/1), Max Hettich, Wester-Ebbinghaus (4), Herda (2).

Denkendorf – Ober-/Unterhausen27:27

„Ja, 20 Minuten vor dem Ende sah es nicht danach aus, als würden wir noch einen Punkt holen“, gab Denkendorfs Trainer Ralf Wagner zu. Doch der TSV bewies im Duell mit dem Tabellenzweiten „eine tolle Moral“. Lange tat Denkendorf sich schwer. „Wir waren nicht bei einhundert Prozent, kamen dann aber auch durch Hardy Neuberts gehaltene Bälle ins Spiel“, sagte Wagner. Die fünf Tore Rückstand egalisierte der TSV zum Ende hin und hatte dann Glück. Ober-/Unterhausen kam zum Abschluss, der Ball lag im Tor, doch kurz davor ertönte die Schlusssirene. „Es war eine Zentimeter-Geschichte“, erklärte Wagner. „Fällt das Tor eine Sekunde früher, verlieren wir das Ding.“ Am Ende war es ein gewonnener Punkt für den TSV.

TSV Denkendorf: Schrade, Neubert; Nick Riehs (7), Hochholdinger, Lohmann (2), Quintus, Geiselhart (1), Merlin Rapp (2), Piskureck (4), Müller (2), Kaiser, Laurin Rapp (1), Mattis Riehs (3/1), Thamm (5/2).

Frauen

SG Heli – Herbrechtingen/Bolheim20:33

Bis zum 5:7 (14.) boten die Handballerinnen der SG Heli den favorisierten Gästen noch Paroli, verloren dann aber zusehends den Anschluss. Zur Pause war die Messe dann bereits gelesen. Herbrechtingen/Bolheim lag mit 20:9 in Führung und ließ auch nach dem Seitenwechsel erst einmal nicht nach. Mit sieben bis elf Toren lag die SG Heli stets zurück. Am Ende beim 20:33 waren es zum ersten Mal in der Partie dann 13.

SG Hegensberg/Liebersbronn: Balz, Leibfahrt; Hagen (4), Maier, Gose, Frick (5), Medinger, Klein, Dobers (1), Fischer (1), Solimando (1), Frantz (2), Stumpp (6/4), Traub.

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