Handball-Verbandsliga, Staffel I, Männer HSG Böblingen/Sindelfingen fehlt die Stabilität

33 Tore reichen nicht: Michael Fangerow (am Ball) und die HSG Böblingen/Sindelfingen offenbaren in der Defensive zu viel Lücken. Foto: Marco Iker

Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen können den Ausfall von Abwehrchef Dominik Möller nicht kompensieren und verlieren das muntere Scheibenschießen in der Verbandsliga, Staffel I, bei der Sport-Union Neckarsulm mit 33:38.

Es kam wie befürchtet: Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen lieferten bei der Sport-Union Neckarsulm zwar keine schlechte Leistung ab. Allerdings fehlt in der aktuellen Saisonphase in der Verbandsliga, Staffel I, die nötige Spannung und das Stehvermögen in der Defensive. So stand am Ende eine 33:38-Niederlage.

 

„Um einen Gegner wie Neckarsulm zu schlagen, müssen wir in der Defensive ordentlich zulegen“, sagte Trainer Marco Cece. Da machte sich das Fehlen von Abwehrchef Dominik Möller deutlich bemerkbar. Auch dass Marvin Seeger angeschlagen war und die meiste Zeit nur von außen zusehen konnte, half nicht gerade weiter. So wird die Aufgabe für die nun anstehende Osterpause sein, wieder zu mehr Stabilität zu finden.

In der Partie war zu merken, dass die Luft an der ein oder anderen Stelle bereits raus ist – und zwar bei beiden Mannschaften. Zu Beginn sahen die knapp 100 Zuschauer in der Sulmhalle ein munteres Scheibenschießen. Beide Mannschaften offenbarten Schwächen in der Deckung. „Da haben wir einfach über das gesamte Spiel keinen Zugriff bekommen.“ Auf der anderen Seite der Platte lief es zu Beginn jedoch prächtig. Michael Fangerow und Frederik Todt drückten auf das Tempo und legten beim 8:7 die erste Gästeführung vor. Tim Negler und Tibor Staudenmaier bauten diese weiter aus.

Als Fangerow und auch Nicholas Raff bei Siebenmetern scheiterten und auch der ein oder andere freie Wurf den Weg nicht ins Ziel fand, kam mal wieder ein Bruch ins Spiel. Die Hausherren zogen bis zur Pause auf 19:15 davon. „19 Gegentore in einer Halbzeit sind natürlich deutlich zu viele“, betonte Cece.

Doch seine Mannschaft hatte noch nicht aufgegeben. Mit Wiederanpfiff startete sie eine kurze Aufholjagd, war nach einem Doppelschlag von Marian Heinkele wieder auf 19:22 dran. Als dann Todt bei einem freien Wurf den gegnerischen Keeper abwarf, und dafür zwei Minuten sah, nahm das Unheil seinen Lauf. Die HSG-Trainer versuchten viel, stellten auf Manndeckung um und brachten den siebten Feldspieler, doch all das fruchtete nicht.

Erst in der Schlussphase sorgten Finn Spitzl mit einem sicheren Händchen beim Siebenmeter und der eingewechselte Keeper Nikaas Thiruvarudsri mit ein paar starken Paraden wieder für mehr Sicherheit – doch das reichte nur dazu, die Niederlage in Grenzen zu halten. „Ein paar freie Tage werden den Jungs guttun“, ist der Trainer überzeugt. „Diese Zeit wollen wir auch nutzen, um uns etwas für den Endspurt zu überlegen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Maaß, Thiruvarudsri; Fangerow (6/davon 4 Siebenmeter), Bonhage (2), Heinkele (6), Spitzl (3/3), T. Frommer (3), Raff (2), Todt (5), Seeger (1), Stöffler, Negler (3), M. Frommer.

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