Handball-Verbandsliga, Staffel II, Männer Landesliga-Abstieg für die HSG Schönbuch kaum noch zu verhindern

13 Tore waren zu wenig: Oliver Schmitt konnte die HSG Schönbuch trotz einer beeindruckenden Flugshow nicht vor der Niederlage bewahren. Foto: Eibner/Lars Neumann

Für die HSG Schönbuch wird es nach der erneuten Niederlage immer schwieriger, den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga, Staffel II, der Männer noch zu schaffen. Der Knackpunkt sind diesmal drei unnötige Aktionen Mitte der zweiten Halbzeit.

Die Handballer der HSG Schönbuch können in dieser Saison in der eigenen Halle weiter nicht gewinnen. Die 23:29-Heimniederliga (14:14) gegen das TEAM Esslingen fiel dennoch etwas zu hoch aus. „Wir haben nicht gegen die bessere Mannschaft verloren, es lag einmal mehr an unseren eigenen Fehlentscheidungen“, erklärte ein sichtlich enttäuschter HSG-Trainer Holger Breitenbacher nach der erneuten Pleite in der Verbandsliga, Staffel II.

 

Damit ist die Lage weiter sehr schwierig. Als Tabellenletzter fehlen weiterhin drei Punkte auf den rettenden vorletzten Platz. Der Abstieg in die Landesliga wird damit immer wahrscheinlicher. „Meine Jungs kommen jedes Mal hochmotiviert in die Halle und geben alles, aber sportlich ist das einfach zu wenig“, meint der erfahrene Coach.

Vor rund 250 Zuschauern im Weiler Sportzentrum entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der die engagierten Hausherren immer wieder vorlegen konnten. Die Gäste gingen erstmals mit 6:5 in Führung. Doch die HSG hielt dagegen und eroberte die Führung zurück – allen voran durch den starken Oliver Schmitt, der mit insgesamt 13 Toren bester Werfer des Spiels war. „Aber auch in dieser Phase haben wir bereits zu viele Chancen liegen gelassen, das war unser größtes Manko an diesem Abend“, ärgerte sich Breitenbacher. Beim Stand von 14:14 ging es in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff legte die HSG furios los: Drei weitere Treffer von Schmitt sowie einer von Ben Sautter sorgten für die 18:14-Führung. „Wir hatten die Esslinger schon fast an der Wand.“ Doch die Euphorie hielt nicht lange, denn innerhalb von nur sechs Minuten kassierte die HSG drei Zeitstrafen. „Das waren komplett unglückliche, aber auch unnötige Aktionen von uns“, haderte der Coach noch lange nach Spielende.

Die Gäste nutzten die Überzahl konsequent aus und drehten das Spiel zur eigenen 20:19-Führung. In der Schlussphase verlor die HSG auch defensiv zunehmend den Zugriff. „Zwar haben wir ihr starkes Kreisläuferspiel gut unter Kontrolle bekommen, aber im Rückraum zu viele Räume gelassen. Zusammen mit unserer schlechten Chancenverwertung war das letztlich entscheidend“, so Breitenbacher.

Fünf Minuten vor Schluss war der Rückstand deutlich auf 21:25 angewachsenen, wovon sich die HSG nicht mehr erholen konnte. Das Endergebnis von 23:29 fiel letztlich etwas zu deutlich aus, spiegelte aber die Verunsicherung der jungen Mannschaft wider. „Esslingen war einfach erfahrener, und mit so vielen Unzulänglichkeiten können wir nicht gewinnen“, resümierte der HSG-Trainer.

HSG Schönbuch: Koch, Brösamle, Sauer; Schmitt (13), Sautter (3), Egenter (2/davon 2 Siebenmeter), Zegledi (2), Baumann (1), Griesmeier (1), Plott (1), Alpers, Chmel, Gressler, Müller.

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