Handball-Verbandsliga, Staffel II, Männer So knapp wie im Saisonfinale war eine Niederlage der HSG Schönbuch selten

Vergebene Liebesmüh: Thorsten Müller und Co. scheiterten zu oft bei ihren Abschlüssen. Foto: Stefanie Schlecht

Auch im letzten Spiel der Handball-Verbandsliga, Staffel II, verlor die HSG Schönbuch. Beim 28:30 gegen die SG Ober-/Unterhausen zeigte sie jedoch immerhin eine deutlich verbesserte Leistung. Der Absteiger richtet den Blick nun nach vorn.

Nichts Neues bei den Handballern der HSG Schönbuch. Auch im letzten Saisonspiel in der Verbandsliga, Staffel II, mussten sie sich geschlagen geben. Trotz der 28:30-Niederlage gegen die SG Ober-/Unterhausen präsentierte sich das Team in guter Form und kämpfte über weite Strecken auf Augenhöhe. „Wir haben lange mitgehalten und offensiv wirklich ansehnlich gespielt“, lobte Trainer Holger Breitenbacher. „Doch dann standen wir uns – wie so oft – selbst im Weg.“ Die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte einen versöhnlichen Abschluss.

 

Vor rund 200 Zuschauern in Holzgerlingen erwischten die hoch motivierten Gastgeber einen starken Start und lagen nach einem Treffer von Leon Egenter mit 3:1 in Front. Die Gäste stabilisierten sich jedoch durch eine aggressive Abwehr und glichen zum 5:5 aus. Zwar erarbeiteten sich die Hausherren durch Oliver Schmitt und Egenter noch einmal eine 9:7-Führung, doch eine Manndeckung gegen Schmitt zeigte Wirkung, als der Kontrahent erneut egalisierte und beim Stand von 14:15 zur Pause vorne lag. „Wir haben zwar immer wieder gute Lösungen gefunden, aber schon in dieser Phase zu viele Möglichkeiten liegengelassen“, ahnte Breitenbacher, dass dies Folgen haben würde.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Einheimischen den Anschluss. Jan Griesmeier sorgte gar für das 18:18, doch eine doppelte Zeitstrafe und ein verworfener Siebenmeter killten das Momentum. „Trotz dieser Rückschläge haben wir nicht aufgegeben, das rechne ich den Jungs hoch an“, betonte der Coach.

Zahlreiche zweiminütige Hinausstellungen auf beiden Seiten führten im weiteren Verlauf zu vielen Unterbrechungen und brachten die HSG zunehmend aus dem Rhythmus. „Statt die Gelegenheit zum Gleichstand zu nutzen, kassieren wir durch einen Kopftreffer am gegnerischen Torwart zwei Minuten – das war letztlich der Knackpunkt“, haderte Breitenbacher.

Die SG nutzte diese Schwächen konsequent und zog beim 25:29 vorentscheidend davon. „Wir haben uns selbst ein Bein gestellt. Das ist besonders schade, weil die Leistung zuvor sehr ordentlich war“, kommentierte Holger Breitenbacher. Jetzt richtet sich der Fokus des Absteigers auf die kommende Saison in der Landesliga. Das jedoch ohne die Abgänge Oliver Schmitt, Dominik Koch und Jannik Mannhorst. In der anstehenden Pause will sich die Truppe regenerieren – körperlich wie mental. „Natürlich hatten wir uns das anders vorgestellt, aber wir greifen wieder voll an.“

HSG Schönbuch: Koch, Brösamle, Sauer; Egenter (7/davon 4 Siebenmeter), Baumann (6), Schmitt (5), Zegledi (5), Griesmeier (3), Sautter (2), Alpers, Chmel, Gressler, Müller, Plott.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Verbandsliga