Handball-Verbandsliga Starke Paraden – Habo SG bietet dem Tabellenführer lange Paroli

Keeper Hannes Bast gelangen zahlreiche Paraden. Foto: Andreas Essig

In der Handball-Verbandsliga halten die Männer der Habo SG in Kleinbottwar (Kreis Ludwigsburg) lange mit dem TSV Rot-Malsch mit, unterliegen am Ende dennoch mit 25:29.

Verbandsligist Habo SG hatte sich für das Heimspiel in Kleinbottwar zum Ziel gesetzt, Spitzenreiter TSV Rot-Malsch zu ärgern und ihm vielleicht sogar die zweite Saison-Niederlage beizubringen. Das erste Vorhaben wurde tatsächlich umgesetzt. Zweiteres sollte schließlich nicht gelingen.

 

Dabei begannen die Gastgeber durchaus furios. In der Abwehr standen sie zunächst sehr sicher und gingen nach temporeichem Spiel nach vorne mit 4:1 in Führung (5.). Yannick Auracher war dabei mit zwei Treffern beteiligt. In der Folgezeit kamen auch die Gäste zunehmend zu erfolgreichen Abschlüssen. Bis zum 8:8 durch Nikolai Brunner Mitte der ersten Halbzeit gestalteten die Gastgeber das Ergebnis ausgeglichen (16.).

Danach blieb die Habo aber neun Minuten ohne eigenen Treffer. Mehrmals leisteten sich die Gastgeber in dieser Zeit vermeidbare Ballverluste und Fehlwürfe in der Offensive. Gegen die robuste Spielweise des Tabellenführers, der sehr körperbetont in die Zweikämpfe ging, taten sich die Spieler in den dunklen Trikots mitunter sehr schwer. Bis auf vier Tore zum 12:8 zog Rot-Malsch davon.

Schrecksekunde in Halbzeit zwei

Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis zur Pause. Dass der Tabellenführer nicht noch höher führte, lag auch an Habo-Keeper Hannes Bast, der umsichtig agierte und mehrfach Angriffe des TSV zunichtemachte. Insgesamt fiel die erste Halbzeit mit 24 Treffern nicht gerade torreich aus, was nicht zuletzt an zahlreichen starken Paraden der Keeper auf beiden Seiten lag. Den letzten Treffer des ersten Durchgangs erzielte Justus Weller zum 10:14 (30.).

Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde, als Routinier Tim Beiermeister nach einer Aktion auf dem Feld behandelt und schließlich vom Feld getragen werden musste. Er kam nicht wieder zum Einsatz. Ob und wie lange er ausfallen wird, wird sich erst noch zeigen.

Wie bereits in der ersten Hälfte starteten die Gastgeber stark. Mit viel Engagement und hohem Tempo kamen sie wiederholt zum Abschluss. Bis zum 16:18 durch Brunner (41.) blieben die Habo-Männer bis auf zwei Tore am TSV dran. Mitte der zweiten Hälfte zogen die Gäste das Tempo dann jedoch an und zogen auf bis zu fünf Tore davon. Die Habo steckte zu keinem Zeitpunkt auf, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen.

Jeder Siebenmeter landet im Tor

Als sicherer Siebenmeter-Schütze erwies sich Florian von Gruchalla, der viermal antrat und viermal traf, zuletzt zum 24:28 dreieinhalb Minuten vor Schluss. Die Gäste kamen noch zu einem weiteren Treffer, ehe Weller zwei Sekunden vor dem Ende das 25:29 erzielte. Nach der Schlusssirene feierten sich die Gäste selbst. „Spitzenreiter! Spitzenreiter!“ skandierten sie tanzend. Die Habo SG rutschte durch die Niederlage von Rang sieben auf Rang neun ab.

„Es ist uns gelungen, den Gegner zu ärgern. Rot-Malsch ist aber qualitativ sehr stark. Sie stehen zu Recht da oben“, sagt Habo-Coach Jan Diller. „Wir haben uns tapfer gewehrt und alles reingeworfen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Der Ausfall von Beiermeister kommt der Habo ungelegen, zumal es bis zum nächsten Spiel nur eine kurze Woche ist: Bereits am Freitagabend ist das Diller-Team beim Tabellen-Zweiten TSG Wiesloch zu Gast. Dies wird erneut eine schwere Begegnung.

Habo SG: Wien, Bast – Beiermeister (3), Brunner (2), Storz (1), Scheurer (2), Schuster, Weller (3), Pflugfelder (2), Ziegler (2), von Gruchalla (4/4), Schäfer (3), Auracher (3), Schanbacher.

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