Handball Verbandsliga Torhüter Michael Biehl sichert den Sieg für die TSF Ditzingen

TSF-Torhüter Michael Biehl (li.) zeigte gegen den SV Fellbach eine überragende Partie und parierte zahlreiche Würfe. Foto: Andreas Gorr

Die TSF Ditzingen bezwingen nach drei Pleiten in Folge den SV Fellbach nach einer engen Schlussphase mit 28:26. Matchwinner ist Michael Biehl, der drei Siebenmeter hält.

Nach drei Niederlagen in Folge haben sich die TSF Ditzingen mit einem schwer erkämpften 28:26 (13:7)-Heimsieg gegen den Tabellenvierten SV Fellbach wieder etwas Luft im Kampf um den Klassenverbleib verschafft. „Der Sieg war eminent wichtig. Es kostet sehr viel Kraft, aus einer Niederlagenserie wieder herauszukommen“, freute sich TSF-Trainer Dennis Zwicker.

 

Zum Matchwinner für die Grün-Weißen wurde Torhüter Michael Biehl, der nicht nur drei Siebenmeter der Gäste parierte, sondern auch rund 20 Würfe der Fellbacher Angreifer, darunter einige aus freien Positionen.

TSF – nicht schön, aber erfolgreich

„Es war für die Zuschauer wahrscheinlich kein besonders schönes Spiel“, kommentierte Zwicker die Anfangsphase, in der seine Mannschaft zwar mit 3:1 (7.) in Führung ging, doch nach 20 Minuten leuchtete immer noch ein 5:5 von der Anzeigetafel. „Wir hatten bis dahin schon acht Fehlwürfe und insgesamt zu wenig Bewegung und Druck im Angriffsspiel“, kritisierte Coach Zwicker den Auftritt seiner Mannen bis dahin.

Hatte nur ganz wenige Fehlwürfe: TSF-Spieler Finn Graykowski (li.) Foto: Andreas Gorr

Anschließend gelang es den Ditzingern allerdings, den Schalter umzulegen. Mit sieben Toren in Folge zogen die Hausherren auf 12:5 (28.) davon, Fellbach konnte zur Pause nur auf 7:13 verkürzen. „In dieser Phase stand die Abwehr sehr gut, Fellbach drohte regelmäßig Zeitspiel“, erklärte Zwicker den Lauf seiner Mannschaft – und wenn die Gäste zum Abschluss kamen, hatte Michael Biehl im TSF-Tor die passende Antwort.

Nach der Pause gelang es Fellbach, den Rückstand bis zur 37. Minute auf 13:16 zu verkürzen. Näher kam das Team aus dem Rems-Murr-Kreis zunächst nicht heran, siebenhalb Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Grün-Weißen wieder fünf Tore (24:19). Wie im Hinspiel stellte der Tabellenvierte die TSF gegen Spielende mit verschiedenen Abwehrvarianten (4:2 und 3:3) sowie dem siebten Feldspieler im Angriff vor besondere Aufgaben. Beim Stand von 26:24 (57.) hatte Fellbach bei einem Tempogegenstoß die Chance auf den Anschlusstreffer, scheiterte aber wieder an Michael Biehl.

Anders als im Hinspiel, als die TSF trotz 22:16-Führung 29:31 unterlagen, brachte Ditzingen den Vorsprung diesmal über die Ziellinie. „Damals hat uns die Cleverness gefehlt“, weiß Zwicker noch allzu gut. Auf Fellbacher Seite fehlte zudem in Magnus Dierl ein entscheidender Rückraumakteur verletzt, der im Hinspiel neun Tore erzielt hatte.

Mit sieben Toren treffsicherster Schütze bei den TSF Ditzingen: Florian Ruoff (Mi.) Foto: Andreas Gorr

Auf Ditzinger Seite war erneut Linksaußen Florian Ruoff mit sieben Toren der treffsicherste Schütze, auch Yannik Siegmund und Finn Graykowski hatten kaum Fehlwürfe. Zum entscheidenden Faktor wurde in der zweiten Hälfte Spielmacher Yannick Hüther, der häufig die 1:1-Situationen suchte und vier seiner fünf Treffer so erzielte. „Dass uns im Angriff über weite Strecken die Tiefe gefehlt hat, sieht man auch daran, dass wir nur einen Siebenmeter zugesprochen bekommen haben und Fellbach sechs“, erläuterte Zwicker. Aber die Hälfte davon parierte Matchwinner Michael Biehl. TSF Ditzingen: Biehl, Duck; Ruoff (7), Hüther (5/1), Hölzel (3), Siegmund (3), Ruffner (3), Strkalj (2), Graykowski (2), J. Heer (2), Bohnen (1), Steckroth, L. Heer, Tran.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Verbandsliga SV Fellbach Leonberg