Handball Verbandsliga TSF Ditzingen: Der Spitzenreiter ist eine Nummer zu groß
Die Handballer der TSF Ditzingen unterliegen in der Verbandsliga dem TSV Allowa trotz guter Leistung mit 31:37 und verlieren Malte Bartels nach einem Kopftreffer.
Die Handballer der TSF Ditzingen unterliegen in der Verbandsliga dem TSV Allowa trotz guter Leistung mit 31:37 und verlieren Malte Bartels nach einem Kopftreffer.
In der Hinrunde waren die Niederlagen gegen die Spitzenteams in der Verbandsliga der Auslöser einer Negativserie von 3:11 Punkten für die TSF Ditzingen. Auch wenn die Grün-Weißen in der Rückrunde wiederum zweimal als Verlierer beim TV Oeffingen und nun gegen den TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen (Allowa) vom Platz gingen, spricht vieles dafür, dass die Ditzinger nicht erneut in eine Talfahrt geraten. „Wir haben gegen den Tabellenführer ein gutes Spiel abgeliefert, am Ende hat sich die höhere individuelle Qualität durchgesetzt“, meinte TSF-Trainer Dennis Zwicker.
Wie groß diese ist, lässt sich allein daran erkennen, dass die Gäste ab der 20. Minute Primoz Prost ins Tor beordern konnten – den ehemaligen Bundesliga-Torwart von Frisch Auf Göppingen und Nationaltorhüter von Slowenien. „Vor allem in der zweiten Halbzeit hat er einige unserer Würfe entschärft“, musste Zwicker feststellen.
Die Aufgabe für die Ditzinger war ohnehin schon eine gewaltige, da mit Spielmacher Yannick Hüther und Abwehrchef Lukas Hölzel zwei Korsettstangen aus privaten Gründen fehlten und Malte Bartels nach einem Kopftreffer Mitte der ersten Halbzeit und einem Cut nicht mehr einsatzfähig war. „Da hatten wir im Zentrum kaum noch Wechselmöglichkeiten“, sagte Zwicker.
Dennoch hielt seine Mannschaft die Partie in der ersten Hälfte über weite Strecken offen: Bis zum 11:11 (19.) lagen die Grün-Weißen nur einmal kurz mit mehr als einem Tor zurück, schafften dann aber stets wieder den Ausgleich. Beim 12:11 durch Nick Bohnen gelang erstmals die Führung, die zwei Minuten später sogar 14:12 lautete. „Bis dahin haben wir sehr hochprozentig abgeschlossen“, lobte Zwicker sein Team. Die Mannschaft habe mit Kreuzbewegungen im Rückraum und guter Tiefe bei 1:1-Bewegungen gute Lösungen gehabt und sich kaum Fehlwürfe geleistet.
Dann aber leisteten sich die Gastgeber eine fünfminütige Schwächephase, die der TSV Allowa mit einem 6:1-Lauf zur 15:18-Pausenführung bestrafte. „Da sind uns ein paar technische Fehler unterlaufen“, bedauerte Zwicker. Der Klassenprimus nutzte diese wenigen Schnitzer gnadenlos aus und unterstrich eindrucksvoll, warum er in der Verbandsliga ganz oben steht.
In der zweiten Hälfte konnten die Grün-Weißen nicht mehr so gut dagegenhalten, der TSV Allowa baute seinen Vorsprung nach und nach immer weiter aus. „In der Abwehr hat uns ab und zu der Zugriff gefehlt, da hätten wir das ein oder andere Stop-Foul mehr setzen müssen“, monierte der Ditzinger Coach. Die Gäste hatten stets einen guten Zug zum Tor und mit dem regionalligaerfahrenen Außenspieler Aleksa Djokic einen treffsicheren Akteur in ihren Reihen, der auch aus extremen Winkeln traf. Allerdings hatten die Ditzinger in Florian Ruoff auf der linken Seite ebenfalls einen Außenspieler, der mit acht Toren nicht nur treffsicherster Torschütze bei den TSF war, sondern auch ein paar Abpraller per Kempa-Trick spektakulär verwandelte.
Am Wochenende wartet wieder in Gegner auf Augenhöhe auf die TSF, die Ditzinger sind Gast beim Tabellennachbarn SG Freudenstadt/Baiersbronn. „Jetzt brauchen wir so langsam Punkte, hinten wird es eng“, fordert Zwicker. TSF Ditzingen: Biehl, Duck – Ruoff (8), Ruffner (5), Graykowski (5/1), Steckroth (4), Bohnen (4), Tran (3/2), Strkalj (1), Schmauder (1), L. Heer, Bartels, J. Heer.