Handball Verbandsliga TSF Ditzingen mühen sich zum Arbeitssieg beim Schlusslicht
Die Handballer aus Ditzingen gewinnen ihr Verbandsliga-Spiel bei SG H2Ku Herrenberg II mit 27:24 – doch der Erfolg gegen den Tabellenletzten war kein Selbstläufer.
Die Handballer aus Ditzingen gewinnen ihr Verbandsliga-Spiel bei SG H2Ku Herrenberg II mit 27:24 – doch der Erfolg gegen den Tabellenletzten war kein Selbstläufer.
TSF-Trainer Dennis Zwicker hatte schon so ein Gefühl, dass es beim Schlusslicht SG H2Ku Herrenberg II nicht so einfach werden würde wie es sich von der Papierform her anließ: Zum einen hatten die Herrenberger im Hinspiel beim 19:39 einen ganz schwachen Tag, die TSF-Akteure einen sehr guten erwischt gehabt.
Zum anderen musste der Coach neben Abwehrchef Lukas Hölzel auch noch auf den zuletzt so treffsicheren Linksaußen Florian Ruoff verzichten, der sich kurzfristig wegen einer Grippe abmelden musste. Von daher war es für den Coach keine Überraschung, dass am Ende nur ein knapper 27:24-Erfolg in der Herrenberger Markweghalle stand. „Es war alles andere als ein perfektes Spiel. Aber ich bin froh, dass wir die Punkte auch einfach mal nach einem Arbeitssieg mitnehmen durften“, erklärte er.
In der Abwehr standen die Grün-Weißen von Beginn an gut, im Angriff gab es jedoch große Probleme. Nach 13 Minuten sah sich Coach Zwicker zu einer Auszeit genötigt, nachdem sein Team bis dahin gerade einmal drei Treffer erzielt hatte und mit 3:5 in Rückstand lag. „Wir hatten anfangs einige Fehlwürfe, und Herrenbergs Torhüter hat einige Freie von uns pariert“, sagte Zwicker. Mit der Einwechslung von Spielmacher Yannick Hüther bekam der TSF-Angriff eine andere Dynamik: Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten ging Ditzingen mit 7:5 in Führung – auch weil TSF-Schlussmann Pascal Duck einen Siebenmeter parierte.
Beim 9:6 (22.) wuchs der Vorsprung sogar auf drei Tore an, doch drei Minuten vor der Pause führten plötzlich wieder die Gastgeber mit 12:10. Verantwortlich dafür war vor allem Louis Eckert: Der kräftige linke Rückraumspieler der Herrenberger brachte seine Mannschaft mit sechs Toren in der ersten Hälfte fast im Alleingang wieder ins Spiel zurück. „Wir waren in einigen Szenen zu passiv gegen ihn und haben zum Teil den Block nicht gut gestellt“, musste Coach Zwicker feststellen. Doch Yannick Hüther mit zwei Treffern und Nick Bohnen sorgten noch für eine knappe 13:12-Führung der Grün-Weißen zur Halbzeit.
Nach der Pause parierte Michael Biehl einen zweiten Siebenmeter der Gastgeber, die nach Kräften versuchten, die Partie offen zu halten. Nach 45 Minuten hatte Nick Bohnen jedoch eine 20:16-Führung für Ditzingen herausgeworfen, näher als zwei Tore kam die SG H2Ku Herrenberg in der Folge nicht mehr. Neben Yannick Hüther mit sieben Treffern war Bohnen der zweite Matchwinner für die TSF: Er erzielte nicht nur fünf Tore, sondern war in der Abwehr im Innenblock als Ersatz für Lukas Hölzel gefordert und eroberte dreimal den Ball von den Herrenberger Angreifern. Auch Michael Biehl war mit zehn Paraden ein Faktor des Ditzinger Erfolgs.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel verbesserten sich die TSF auf den neunten Tabellenrang. Am kommenden Sonntag erwarten die Grün-Weißen am Sonntag (17 Uhr) in der heimischen Sporthalle Glemsaue den Tabellendritten Spvgg Mössingen. TSF Ditzingen: Biehl, Duck; Hüther (7), Graykowski (6/4), Bohnen (5), Ruffner (3), L. Heer (2), Steckroth (1), Tran (1), Siegmund (1), J. Heer (1), Kienle, Bartels, Schmauder.