Handball Verbandsliga TSF Ditzingen zittern sich zu einem Punkt
Die Verbandsliga-Handballer aus Ditzingen müssen sich in eigener Halle gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn nach extrem hoher Fehlerquote mit einem 27:27 begnügen.
Die Verbandsliga-Handballer aus Ditzingen müssen sich in eigener Halle gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn nach extrem hoher Fehlerquote mit einem 27:27 begnügen.
Zweischneidig fällt die Bilanz von Trainer Dennis Zwicker bei der Analyse des Auftritts seiner Mannschaft beim 27:27 (12:15) gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn aus. „Wie das Spiel gelaufen ist, müssen wir nach einem Vier-Tore-Rückstand fünf Minuten vor Schluss mit dem einen Zähler zufrieden sein“, lautete der erste Teil seiner Erklärung.
Doch über die gesamte Partie hinweg gesehen war der eine Punkt nach Meinung des TSF-Coaches viel zu wenig. Der Grund: Wie schon in der Begegnung gegen den TV Oeffingen leisteten sich die Ditzinger im Angriff eine haarsträubende Fehlerquote, elf Fehlwürfe aus aussichtsreichen Positionen machte Zwicker in jeder Halbzeit aus.
Die Ditzinger kamen gut in die Partie und lagen 3:1 vorne, ehe das Fehlwurf-Festival begann. Aus einer 4:3-Führung (6.) wurde ein 5:9-Rückstand (14.). Selbst bei Tempogegenstößen und Durchbrüchen gegen die offensive Abwehr der Gäste brachten die TSF den Ball nicht im Tor unter. „Durch die vielen Fehlversuche haben wir nie Sicherheit in unseren Würfen bekommen“, stellte Zwicker fest. Zur Pause leuchtete ein Drei-Tore-Rückstand von der Anzeigetafel.
Auch in der zweiten Hälfte wurde das Angriffsspiel der Grün-Weißen, bei denen Finn Graykowski (Knieverletzung), Yannik Ruffner (verhindert) und Malte Bartels (krank) fehlten, nicht besser. Die SG Freudenstadt/Baiersbronn lag fast durchgängig mit zwei bis drei Toren vorne, was auch damit zu tun hatte, dass die Schiedsrichter den Gästen neun Siebenmeter zusprachen. „Teilweise war das sehr kleinlich“, monierte Zwicker. In Patrick Sandelmann hatte die SG einen Vollstrecker in den Reihen, der alle Strafwürfe verwandelte und auf 13 Treffer kam – in der Woche zuvor waren es sogar 17 gewesen.
Erst beim 22:22 (47.) gelang es den Hausherren, den Spielstand auszugleichen. Viel hatte dies mit David Thomitzni zu tun, der in der zweiten Hälfte das Tor hütete und einige Würfe der Gäste entschärfte. Doch nach 55 Minuten lagen die TSF nach weiteren Fehlversuchen 22:26 zurück und schienen auf der Verliererstraße zu sein. Doch in den letzten fünf Minuten ließen die TSF-Abwehr und Thomitzni keine Gegentore mehr zu. Im Angriff funktionierte zumindest die Achse Hüther – Hölzel, der Kreisläufer verkürzte nach Anspielen des Spielmachers auf 24:26.
In der Crunchtime schlug die Stunde des Quang Tran: Der Rückraumakteur übernahm in der letzten Minute zweimal die Verantwortung und glich wenige Sekunden vor Schluss zum 27:27 aus. Gästetrainer Drazen Dropuljic regte sich nach der Schlusssirene derart auf, dass ihm die Unparteiischen noch die Rote Karte zeigten. TSF Ditzingen: Biehl, Thomitzni; Hölzel (6), Hüther (5/5), Kienle (4), Tran (4), Ruoff (3), L. Heer (2), Steckroth (1), Siegmund (1), Bohnen (1), Schwabe, Hecht, J. Heer.