Handball – Verbandsliga Deizisau startet Neuaufbau mit Strübin
Sven Strübin übernimmt bei den Handballern des TSV Deizisau den Trainerposten und soll das Team in der Verbandsliga zurück in die Erfolgsspur führen.
Sven Strübin übernimmt bei den Handballern des TSV Deizisau den Trainerposten und soll das Team in der Verbandsliga zurück in die Erfolgsspur führen.
Nach einer sportlich ernüchternden Saison und dem Abstieg aus der Oberliga – der nach dem 27:27-Remis beim Schlusslicht TV Oeffingen am letzten Spieltag feststand – herrschte bei den Handballern des TSV Deizisau pure Enttäuschung.
Es war der zweite Abstieg in Folge, nachdem der TSV in der Saison 2023/2024 bereits den Gang von der Baden-Württemberg Oberliga (heißt nun Regionalliga) in die Oberliga antreten musste. Doch anstatt sich lange mit dem Vergangenen aufzuhalten, richtet der Traditionsverein den Blick nach vorne – und stellt die Weichen für die Zukunft. In Sven Strübin verpflichteten die Deizisauer nun ein erfahrenen Coach für die kommende Saison in der Verbandsliga.
Der 37-Jährige, der zuletzt den TV Plochingen – in der Baden-Württemberg Oberliga – trainiert hat, sowie zuvor als Coach bei der SG Hegensberg/Liebersbronn und beim damaligen Zweitligisten SC DHfK Leipzig arbeitete, soll er die Deizisauer Handballer wieder auf Kurs bringen. „Wir waren seit Längerem mit ihm in Kontakt und haben nun Klarheit geschaffen“, sagt Dennis Prinz vom Management. Ex-Coach Steffen Rost, der explizit nur die Trainerrolle als Feuerwehrmann in der vergangenen Runde übernahm, geht in die Jugendarbeit zurück.
Im Hintergrund lief daher die Suche der Verantwortlichen nach einem neuen Trainer in den vergangenen Wochen auf Hochtouren, stockte aber zuletzt durch die Unsicherheit, was die Ligazugehörigkeit betrifft. „Das Fragezeichen hing noch dahinter. Und Strübin war wichtig, dass die Mannschaft zusammenbleibt“, erzählt Prinz und ergänzt: „Die Rahmenbedingungen sind vorhanden und so sind wir uns eben auch trotz des Abstiegs einig geworden. Strübin findet nun einen Kader vor, mit dem wir in der kommenden Saison wieder oben angreifen können.“
Denn lange wollen sich die Deizisauer nicht in der Verbandsliga aufhalten. Das sieht auch Neu-Coach Sven Strübin so, der sich jedoch bewusst ist, dass die sportliche Ausgangslage eine Herausforderung wird – nimmt sich dieser aber gerne an: „Sicherlich wird es eine große Aufgabe, nach zwei Abstiegen in Folge, den Verein wieder zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Dafür müssen wir die Enttäuschung schnell in positive Energie umwandeln und schnellstmöglich eine dementsprechende Stimmung erzeugen.“
Der neue Deizisauer Coach Strübin verspürt nach einem Jahr Pause vom Handball, in dem vor allem die Familie im Fokus stand, wieder „große Lust“, eine Mannschaft zu coachen. „Der TSV hat sich in den vergangenen Wochen sehr um mich bemüht. Die endgültige Entscheidung fiel dann aber erst in dieser Woche“, erklärt Strübin, der Mitte Juni, wenn die Vorbereitung für die kommende Runde beginnt, zum ersten Mal auf dem Deizisauer Parkett stehen wird.
„Ich glaube, dass die Spieler etwas gutzumachen haben. Und oft schafft man es, nach einem Rückschlag auch den Schalter umzulegen, aber das Team muss bereit sein, alles dafür zu geben“, betont Strübin, für den es in erster Linie wichtig ist, dass die Mannschaft „den Glauben an sich“ wiederfindet. Er blickt bereits mit Freude auf seine bevorstehende Aufgabe: „Ich werde versuchen, dem Team meine Idee vom Handball näherzubringen. Grundsätzlich wollen wir eine deutlich stabilere sowie aggressivere Abwehr stellen, im Angriff wieder eine bessere Struktur schaffen und unberechenbarer werden.“
Indes steht der Deizisauer Kader für die Verbandsliga-Saison laut Dennis Prinz vom Management „zu 90 Prozent fest, aber die Baustellen sind noch ein Kreisläufer sowie ein Torhüter“ – angesichts des langen verletzungsbedingten Ausfalls von Nico Gross. Fest standen bereits die Abgänge von Lucas Schmid und Neil Jäger zum künftigen Ligakonkurrenten TSV Denkendorf sowie die Zugänge von Florian Touet (TSV Köngen) und Finn Beichter (SG Pforzheim/Eutingen). Von der Verpflichtung Touets ist Neu-Coach Strübin angetan: „Durch seine individuelle Klasse werden wir im Angriff mehr Lösungen kreieren können.“
Strübin freut sich nun auf die Herausforderung und möchte neue Impulse setzen, um Deizisau wieder in die Erfolgsspur zu bringen – auch wenn ihm ein sportliches Wiedersehen vorerst verwehrt bleibt. „Es ist schade, dass das Derby gegen meinen ehemaligen Club SG Heli nicht stattfinden wird“, sagt er und ergänzt mit einem Lächeln: „Das wird dann in der Folgesaison nachgeholt.“