Handball Verbandsliga Weniger Verbissenheit bei Wildcats des SV Leonberg/Eltingen

Die Hoffnung auf den Aufstieg lebt: Trainerin Mona Binder würde ihre letzte Saison beim SV Leonberg/Eltingen gerne krönen. Foto: Andreas Gorr

Die Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen empfangen das Schlusslicht TV Weilstetten – und Trainerin Mona Binder geht weniger verbissen in die Rückrunde.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

41 Tage liegen zwischen dem 7. Dezember 2024 und dem 18. Januar 2025. 41 Tage für die Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen ohne Ligaspiel – damals gab es im Verbandsliga-Spitzenspiel der Staffel 1 gegen die SG Weinstadt eine ärgerliche, weil unnötige 24:25-Niederlage für die Mannschaft von Trainerin Mona Binder. An diesem Samstag (18 Uhr) kommt der Tabellenletzte TV Weilstetten ins Leonberger Sportzentrum.

 

„Die Pause hatte auch ihr Gutes“, sagt Mona Binder, „wir sind alle ein bisschen runtergekommen und konnten abschalten.“ Am 2. Januar starteten die Frauen wieder ins Training, am 4. Januar stand ein Testspiel gegen den VfL Pfullingen auf dem Programm, das die Wildcats 41:31 gewannen. Die Trainerin legte in der Vorbereitung viel Wert auf die Athletik sowie die Abwehrarbeit – Varianten im Eins-gegen-eins wurden intensiv geübt, zudem ging es darum, im Mittelblock kompakt zu stehen. „Wir haben alles ordentlich aufgefrischt“, erzählt Mona Binder, „in der Einheit am Donnerstag haben wir dann den Feinschliff in der Offensive vorgenommen.“

Für die Übungsleiterin ist diese Vorbereitung und dieser Start in die Rückrunde etwas Besonderes – es wird das letzte Mal in Diensten des SV Leonberg/Eltingen sein. Die Frau, die als Realschullehrerin in Böblingen arbeitet, wollte ihren Vertrag nicht über den Sommer hinaus verlängern und sich dann neu orientieren. „Ich freue mich deshalb ganz besonders auf die Rückrunde“, sagt sie, „ich möchte die Ernte der vergangenen vier Jahre als SV-Trainerin einfahren.“ Soll heißen: in die Oberliga aufsteigen.

Mona Binder warnt ihr Team

Dazu ist mindestens Platz zwei nötig, um über die Relegation eine Etage höher zu klettern – darin sind die Wildcats in der vergangenen Saison gescheitert. Oder als Meister direkt in den Fahrstuhl nach oben zu steigen. Mona Binder jedenfalls fühlt sich bestens dafür gerüstet, „ich bin durch den feststehenden Abschied nicht mehr ganz so verbissen wie früher“, beschreibt sie ihr mentales Rüstzeug. Und sie warnt ihr Team: „Der TV Weilstetten ist stärker als der Tabellenplatz aussagt.“

Nicht im Einsatz sind die Langzeitverletzte Layla Delic (Kreuzbandriss) und Torhüterin Maike Kilper (Fingerbruch). Jana Dimitrijevic, die zu Saisonbeginn vom TV Zizishausen gekommen war, hat den SV bereits wieder in Richtung TSV Neckartenzlingen (Verbandsliga/Staffel 2) verlassen.

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