Handball Verbandsliga „Wir hatten immer das Gefühl, nah dran zu sein“

Luana Klopfer (rechts) und ihr Team legten trotz Niederlage einen starken Auftritt auf die Platte. Foto: Andreas Essig

Die Verbandsliga-Frauen der Habo Bottwar SG präsentieren sich trotz 30:33-Niederlage stark gegen den Tabellenführer SG Degmarn/Oedheim.

Die Verbandsliga-Frauen der Habo Bottwar SG konnten den bisher ungeschlagenen Tabellenführer SG Degmarn-Oedheim zwar nicht bezwingen, präsentierten sich bei der 30:33 (14:20) - Heimniederlage jedoch stark und dürfen neues Selbstvertrauen schöpfen. Von vornherein war klar, dass ein Sieg gegen den Ligaprimus schwer zu realisieren sein würde. Dennoch meinte Trainerin Janine Zieker nach der Begegnung: „Schade, sie wären heute vielleicht sogar schlagbar gewesen.“ Und tatsächlich starteten die Bottwartälerinnen ordentlich in die Partie, auch wenn die Gäste mit 2:0 in Führung gingen. In der 9. Minute war die Zieker-Sieben beim Stand von 5:6 noch auf Tuchfühlung. Die nur mit acht Feldspielerinnen angereisten Oedheimerinnen schafften es jedoch immer wieder, sich abzusetzen. Zwischen der 10. und 15. Minute zog Degmarn-Oedheim mit fünf Treffern in Serie davon, sodass ein 7:13-Rückstand auf der Anzeigetafel stand.

 

Umstellung in der Abwehr fruchtet

Zunächst fanden die Gastgeberinnen kein wirksames Mittel gegen den Tabellenführer, der sich zwei Minuten vor der Halbzeitpause bis auf 20:11 absetzen konnte. Doch die Habo verkürzte bis zur Pause auf 14:20. „Es hat sich nie nach so einem großen Rückstand angefühlt. Wir hatten immer das Gefühl, nah dran zu sein“, erklärte Zieker.

Dieses Gefühl bestätigte sich in der zweiten Halbzeit. In der Pause stellte die Trainerin die Abwehr um – mit Erfolg. Mit der 4-2-Formation hatte dei SG große Probleme. So kämpfte sich die Bottwar SG bis zur 45. Minute wieder auf 23:26 Treffer heran. Das gelang sogar trotz eines Rückschlags: In der 35. Minute sah Saskia Zink die Rote Karte- das Team musste den Ausfall kompensieren.

Trainerin Janine Zieker lobt Team für Einstellung

In der Schlussphase bestand tatsächlich noch die kleine Chance, weiter zu verkürzen. Doch zwei, drei Chancen blieben ungenutzt. Trotzdem ließ die Sieben die Köpfe nicht hängen und hielt die Zahl der technischen Fehler in Grenzen. „Die Einstellung war wirklich gut“, lobte die Trainerin. Am Ende reichte es trotz großen Kampfes nicht, den Rückstand zu verkürzen. „Wir haben uns gut präsentiert“, so Zieker nach dem 30:33. Nun steht vor dem Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen am 22. Februar eine kurze Pause an.

Habo: Lüders, Goebel – Ziegler (4), Klopfer (5), Zink (5), Nicolaus, Strauß (7), Schuster (4), Zerweck, Weis (2), Bauer, Kapfenstein (2), Bosser (1).

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