Handball – Vorschau Bier gegen Sekt in Denkendorf

Im Hinspiel im November setzten sich Melanie Dannenberg und die Denkendorferinnen mit 30:22 durch. Foto: Carsten Riedl

Bei den Handballerinnen des TSV Denkendorf und des TSV Köngen freuen sie sich auf das Derby – und das Getränk danach.

Reporter: Sigor Paesler

Ein Derby, ein Kellerduell und zwei Mal der Wille zur Wiedergutmachung – das und noch viel mehr hält das bevorstehende Handballwochenende bereit.

 

Frauen – 3. Liga

TSV Wolfschlugen gegen SG Kappelwindeck/Steinbach, diese Begegnung am Samstag (18.15 Uhr) ist nicht nur das Duell Zweiter gegen Sechster, sondern weil es ein Nachholspiel ist auch nur eins von zwei Begegnungen der Liga an diesem Wochenende. Die Wolfschlugenerinnen sind aber gewarnt, denn die SG-Frauen haben schon einige Male gezeigt, dass ihnen die Außenseiterinnenrolle liegt.

Männer – Regionalliga

Bei beiden Teams heißt es vor dieser Begegnung: Gegen wen sollen wir gewinnen, wenn nicht gegen diesen Gegner? Der Vorletzte TV Plochingen empfängt am Samstag (20 Uhr) den Letzten TSV Blaustein zum Kellerduell. Die Plochinger haben einen ihrer bislang zwei Saisonsiege Anfang November in Blaustein geholt und Co-Trainer Tim Hamann sagt: „Die Spieler beider Teams werden alles in die Waagschale werfen.“ Er sagt auch: „Nachdem wir uns zuletzt, mit der Ausnahme TSV Weinsberg, gegen Top-Teams gut verkauft haben, wollen wir uns endlich auch belohnen.“ Die Stimmung sei gut: „Es kommen immer noch alle gerne ins Training.“

Das ist bei der HSG Ostfildern auch so, obwohl die Gruppe, die da miteinander übt, überschaubar ist. Am Samstag (20 Uhr) beim TSV Heiningen wird nun auch noch der zuletzt so starke Winterzugang Luis Foege aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlen. Die A-Jugendlichen stehen nicht zur Verfügung, dafür rückt Außenspieler Jonas Wichary vom zweiten Team nach. „Das Hinspiel haben wir mit neun Toren gewonnen, aber seither hat sich die Situation geändert“, sagt Teammanager Matthias Dunz – und meint damit nicht nur die personelle: Heiningen ist Zweiter, die HSG Zehnter. Dunz sagt aber auch: „In dieser Liga kann alles passieren.“

Oberliga

Der TSV Amicia Viernheim hat sich auf Platz drei vorgearbeitet – und gastiert am Sonntag zu vergleichsweise später Stunde um 18 Uhr bei der SG Hegensberg/Liebersbronn. Der Sechste Heli kann nach Punkten gleichziehen – und hat das auch vor. „Das ändert nichts daran, dass wir unser erstes Heimspiel im neuen Jahr gewinnen wollen. Und darauf fokussieren wir uns“, sagt Coach Veit Wager zu den Rahmenbedingungen, sieht „den Schlüssel in der Defensive“, da der Gegner „gerne viele Tore schießt“ und will dem „Spielwitz, Spielfreude, schnelle Beine und zielstrebige Aktionen“ entgegensetzen. Die braucht am Samstag (20 Uhr) auch der TSV Wolfschlugen, ist als Fünfter gegen Schlusslicht TSV Bönnigheim aber klarer Favorit.

Frauen – Oberliga

Die Trainer haben einige knifflige Personalfragen zu klären, das ist im Derby zwischen dem TSV Denkendorf und dem TSV Köngen am Samstag (18 Uhr) aber nebensächlich. „Wir verstehen uns gut, aber auf dem Platz wird es schon hart zur Sache gehen – es ist ja Handball“, sagt Köngens Co-Trainer Martin Schorr vor dem Duell mit seinem langjährigen Club. Und: „Danach gibt es dann gemeinsam ein Glas Sekt.“ Denkendorfs Coach Christoph Hönig widerspricht: „Wir trinken Bier.“ Einig sind sich beide in der Vorfreude und darin, dass die Favoritenrolle bei den Denkendorferinnen liegt. Denn es spielt der Zweite gegen den Drittletzten. „Der Plan ist relativ simpel: Wir wollen die Köngenerinnen unter einer bestimmten Zahl an Toren halten, dann gewinnen wir“, sagt Hönig. Wie die Zahl lautet, unterliegt der Geheimhaltung. Schorr und sein „Chef“ Armin Dobler werden sich auch etwas einfallen lassen. „Denkendorf spielt eine super Runde, aber wir werden alles reinwerfen“, sagt Schorr.

Männer – Verbandsliga

„Der TSV Denkendorf darf gerne zu Hause gewinnen“, sagt Arne Staiger vom Management des TSV Deizisau. Denn der Nachbar empfängt am Samstag (20 Uhr) den Deizisauer Aufstiegskonkurrenten SG Hofen/Hüttlingen. Aber natürlich betont Staiger, dass für ihn die eigene Aufgabe am Sonntag (17 Uhr) gegen den VfL Pfullingen II im Fokus steht. Der Vierte Deizisau will Punkte, „um zumindest da zu bleiben, wo wir sind“, und Revanche für die 21:25-Hinspielniederlage nehmen: „Da haben wir echt nicht gut gespielt.“ Die Denkendorfer möchten gegen Hofen/Hüttlingen zumindest deutlich besser aussehen als beim derben 28:45 im Hinspiel. „Den direkten Vergleich gewinnen wir wahrscheinlich nicht mehr“, sagt Torhüter Benedikt Schrade und lacht. Und: „Vielleicht kommt genau der richtige Gegner, um wieder die Leichtigkeit reinzubekommen, die uns zuletzt ein bisschen gefehlt hat.“ Die jüngste 27:32-Niederlage beim Vorletzten HSG Wiwido, es war die vierte in Serie, sei jedenfalls ordentlich aufgearbeitet.

Während die Denkendorfer immer noch Sechster sind, möchte es der Fünfte TV Reichenbach am Sonntag (17 Uhr) besser machen. „Wiwido spielt ein bisschen anders als in den vergangenen Jahren, nämlich eine eklige 3-2-2-Abwehr“, sagt Reichenbachs spielender Co-Trainer Daniel Roos, möchte dem mit „viel Bewegung und Geschwindigkeit“ begegnen und „klar, die Punkte daheim behalten“. Und das Team Esslingen? „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und wollen dagegenhalten“, sagt Benedikt Frohna, der Kapitän des Schlusslichtes, und weiß, dass kaum jemand am Samstag (20 Uhr) einen Sieg gegen den starken Zweiten TSV Bartenbach erwartet. Aber nicht nur Frohna, sondern auch Deizisaus Staiger würde sich sehr über eine Überraschung freuen.

Frauen – Verbandsliga

Die SG Hegensberg/Liebersbronn erwartet in der Staffel 1 am Samstag (20 Uhr) als Zweiter den Siebten Handballregion Bottwartal und ist damit ebenso in der Favoritenrolle wie der TSV Neuhausen in der Staffel 2 im Duell am Samstag (17.45 Uhr) gegen die SG Hofen/Hüttlingen – auch wenn sich das des Drittletzten gegen das Schlusslicht in anderen Tabellenregionen abspielt.

Männer – Landesliga

„Wiedergutmachung“ erwartet Trainer Marco Schwab vom Tabellenführer TSV Neuhausen II, nachdem „es uns endlich auch erwischt hat“. Wobei „endlich“ eher als zeitlicher denn als wertender Begriff gemeint ist angesichts der Tatsache, dass die Mannschaft jüngst beim 27:34 beim TSV Köngen die erste Niederlage seit rund eineinhalb Jahren kassiert hat. „Das wird keinen Bruch bei uns geben“, sagt Schwab und erwartet als Beweis einen Sieg am Samstag (19.30 Uhr) gegen den Siebten TV Neuhausen/Erms II. Die auf Rang vier vorgerückten Köngener wollen derweil am Samstag zur ungewöhnlich frühen Zeit um 15.30 Uhr beim Sechsten TSV Heiningen II nachlegen.

Frauen – Landesliga

„Von der ersten Sechs, die ich mal hatte, ist eine Spielerin übrig“, sagt Trainer Frank Rilling vom TV Reichenbach, fügt aber mit dem Selbstvertrauen eines Tabellenführers vor dem Auftritt am Samstag (20 Uhr) gegen den Siebten TB Neuffen hinzu: „Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen.“ Zeitgleich hat der Drittletzte HC Wernau beim Sechsten TV Rottenburg eine schwerere Aufgabe vor sich.

Männer – Bezirksoberliga

Während sich der TSV Wolfschlugen II und die HSG Ostfildern II am Freitagabend zum Derby treffen, können sich die Spieler der SG Hegensberg/Liebersbronn II ausruhen, denn die HSG Leinfelden-Echterdingen tritt nicht an. Der TSV Denkendorf II läuft am Sonntag (17 Uhr) beim TSV Grabenstetten auf.

Bezirksliga

Auch der TSV Deizisau II hat gerade die erste Saisonniederlage kassiert. „Wir haben direkt die Möglichkeit, es wieder auszubügeln“, sagt Trainer Steffen Braun nach dem 28:31 beim TV Neuhausen/Erms III und ist zuversichtlich, dass das dem Spitzenreiter am Samstag (17 Uhr) gegen den Vorletzten HSG Owen/Lenningen II gelingt: „Wir hatten eine gute Trainingswoche und es war wieder Zug dahinter.“ Schlusslicht Team Esslingen II tritt am Samstag (17.45 Uhr) an der Erms an.

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