Handball – Vorschau Ein Abschiedsspiel und ein Nordamerikameister fürs Tor

Drittligist TSV Neuhausen erwartet eine schwere Aufgabe gegen die Wölfe Würzburg. Foto: Steffen Wahr/oh

Die Regionalliga-Handballer des TV Plochingen wollen den Kampf in der Heimpartie gegen die SG Weinstadt annehmen – und verpflichten Keeper Mika Gmelich.

Vollprogramm ist zwar noch nicht, aber der Betrieb in den Handball-Ligen der Region läuft nach dem Jahreswechsel allmählich wieder an. Derweil stellten einige Vereine bereits die Weichen für die kommende Runde. Während bei den Drittliga-Frauen des TSV Wolfschlugen dann ein Rollentausch vollzogen – und Assistent Raphael Sautter den Posten des kürzertretenden Trainers Simon Hablizel übernehmen wird, verpflichteten die Regionalliga-Handballer der HSG Ostfildern einen neuen Coach. In Ostfildern wird künftig der vom Oberligisten SG H2Ku Herrenberg kommende Jörg Ebermann an der Seitenlinie stehen und Trainer Marco Gaßmann ablösen.

 

Gespielt wurde am vergangenen Wochenende dann aber doch schon im neuen Jahr. Beziehungsweise mehr oder weniger, denn die Regionalliga-Partie zwischen dem VfL Waiblingen und den Ostfildernern fiel aus, da die Halle in Waiblingen aufgrund eines Wasserschadens unspielbar war. Ein Nachholtermin steht laut HSG-Teammanager Matthias Dunz immer noch nicht fest.

TVP holt Keeper Mika Gmelich

Der TV Plochingen war dagegen zu Hause im Einsatz und kassierte eine 26:39-Pleite gegen den Fünften TSV Heiningen. „Die Niederlage steckt noch in den Köpfen aller, vor allem die katastrophale erste Hälfte, bei der die Heininger ihre bislang beste Leistung gezeigt haben. Es war ernüchternd, aber nach der Pause waren wir besser und wir nehmen den Kampf nun an“, betonte TVP-Co-Trainer Tim Hamann – und darf sich über eine spannende Verstärkung zwischen den Pfosten freuen: Mika Gmelich wird kurz nach seiner Rückkehr aus den USA zwar noch etwa Jetlag haben, ist aber sofort spielberechtigt. „Nach der schweren Schulterverletzung von Sebastian Rica-Kovac wollten wir etwas tun“, erklärte der sportliche Leiter Reiner Hauff. Gmelich stammt aus der Jugend von Frisch Auf Göppingen – wurde gemeinsam mit Ostfilderns Dominik Keim mit den California Eagles Nordamerikameister und nahm im vergangenen Jahr mit den Eagles – zusätzlich verstärkt durch Sebastian Pollich von der HSG und Köngens Leon Aigner – an der Club-WM in Kairo teil.

Männer – 3. Liga

„Wir sind uns der Schwere der Aufgabe gegen die derzeit beste Mannschaft der Liga bewusst“, beginnt Coach Daniel Brack und spricht damit die Partie seines TSV Neuhausen (Rang sieben) am Samstag (19.30 Uhr) zu Hause gegen den Vierten Wölfe Würzburg an: „Die Wölfe sind schwer in die Saison gestartet, nun aber voll reingekommen.“ Und Brack thematisiert auch das Hinspiel, in dem die Neuhausener mit 29:46 „ganz schön abgefertigt“ wurden. „Die Wölfe liegen uns augenscheinlich nicht. Aber im ersten Spiel des neuen Jahres und vor allem zu Hause wollen wir uns natürlich gut präsentieren“, sagt er. Neuhausens Youngster Linus Schmid und Max Heydecke waren in den vergangenen Wochen erst mit der U-21-Nationalmannschaft im Einsatz, dann mit dem Bundesligisten TVB Stuttgart im Trainingslager – und sind nun lediglich im Abschlusstraining der Maddogs noch dabei, werden aber am Samstagabend auf der Platte stehen.

Frauen – 3. Liga

In das erste Heimspiel des Jahres starten auch die Handballerinnen des Drittplatzierten TSV Wolfschlugen am Samstag (19.30 Uhr) gegen den Fünften HC Erlangen. Die Wolfschlugenerinnen haben gegen die Erlangerinnen noch eine Rechnung offen, denn der TSV verlor die vergangenen drei Partien gegen den HCE allesamt – im Hinspiel unterlag Wolfschlugen in Erlangen mit 29:35. „Die HCE-Handballerinnen sind unangenehme Gegnerinnen, die aber schlagbar sind. Im Hinspiel sind wir an uns selbst gescheitert“, sagte Wolfschlugens Co-Trainer Raphael Sautter und fügte hinzu: „Wir müssen die Vielzahl an technischen Fehlern und fahrigen Abschlüssen minimieren.“

Männer – Regionalliga

Nachdem das Spiel beim VfL Waiblingen ins Wasser fiel, blicken die Handballer des Zehnten HSG Ostfildern nun mit Vorfreude auf die erste Heimpartie 2026 am Samstag (19.30 Uhr) gegen das Schlusslicht TSV Blaustein. Aber laut Teammanager Dunz „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Dunz freut sich darüber, dass Neuzugang Luis Foege – der von der HSG Konstanz kam – sein Debüt im HSG-Dress geben wird, gleichzeitig wird es aber auch das vorerst letzte Spiel für Routinier Felipe Soteras Merz sein, den es berufsbedingt ins Ausland zieht. „Das ist sehr schade, denn er war eine tragende Säule. Wir werden ihn hoffentlich gebührend mit einem Sieg verabschieden“, sagte Dunz. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Dominik Keim, der sich eine Platzwunde über dem Auge zugezogen hat und unter der Woche nicht trainieren konnte. Dunz mahnte abschließend an, „den Gegner, obwohl die Favoritenrolle tabellarisch klar definiert ist, nicht zu unterschätzen, denn wir haben uns im Hinspiel schwergetan und die Blausteiner haben uns vor einige Probleme gestellt“.

Die Handballer des Vorletzten TV Plochingen lassen indes laut Co-Trainer Hamann „die Köpfe nach der Pleite gegen den TSV Heiningen nicht hängen“ und wollen im Heimspiel am Samstag (20 Uhr) gegen den Sechsten SG Weinstadt eine Reaktion zeigen. „Wir treffen auf einen ähnlich starken und körperlich robusten Gegner wie Heiningen. Von der ersten Minute an müssen wir voll da sein, dagegenhalten und unser Tempospiel auf die Platte bekommen“, erklärte TVP-Co-Trainer Hamann.

Landesliga

Ein „schwieriges Auswärtsspiel“ erwartet derweil Trainer Marco Schwab, wenn er auf die kommende Begegnung seines TSV Neuhausen II am Samstag (20 Uhr) beim Siebten HSG Owen/Lenningen blickt. „In der Sporthalle Lenningen-Unterlenningen wird die Hütte voll und die Stimmung gut sein. Die HSG ist eine Heimmacht“, betonte Schwab und ergänzte: „Wir sind als Spitzenreiter in der Rolle des Gejagten, also wird es ein Fight werden.“ Gleichzeitig sagte er aber auch: „Wir sind nach der vierwöchigen Pause gut vorbereitet, haben gute Trainingseinheiten hinter uns und können aus den Vollen schöpfen. Unsere stabile Abwehr muss wieder unser Prunkstück sein.“

Bezirksliga

In der Bezirksliga gewann der TSV Deizisau II zuletzt das Spitzenspiel gegen den Zweiten HC Wernau klar mit 37:28 und thront weiterhin ungeschlagen mit 18:0 Punkten an der Spitze. Das soll sich auch nach dem Top-Spiel am Sonntag (17 Uhr) gegen den TB Neuffen nicht ändern. Deizisaus Coach Steffen Braun geht jedenfalls davon aus, „dass die Neuffener die schmerzhafte 27:38-Niederlage im Hinspiel mit aller Macht wieder gutmachen möchten. Deshalb rechne ich mit einer robusten Spielweise“. Aber Braun hat sich bereits einen Matchplan zurechtgelegt und ist guter Dinge, dass gegen den TB der zehnte Sieg in Serie herausspringen wird: „Wir müssen unsere Leichtigkeit beibehalten und können mit breiter Brust auftreten. Unsere Basics sind eine aggressive Abwehr und das Tempospiel nach vorne, das auch dieses Mal wieder zum Erfolg führen soll.“

Bereits einen Tag zuvor um 20.30 Uhr trifft das Schlusslicht Team Esslingen II zu Hause auf den Fünften SKV Unterensingen II und peilt nach sieben Niederlagen in Folge – sowie einem Unentschieden zum Saisonstart – endlich einen Erfolg an. Das Hinspiel entschieden die Unterensinger mit 31:26 für sich.

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