Handball – Vorschau Endspurt, Neustart und Derbytime
Die Verbandsliga-Handballer des TV Reichenbach freuen sich auf „ein richtig geiles Spiel“. Beim Oberligisten SG Hegensberg/Liebersbronn blickt man optimistisch nach vorne.
Die Verbandsliga-Handballer des TV Reichenbach freuen sich auf „ein richtig geiles Spiel“. Beim Oberligisten SG Hegensberg/Liebersbronn blickt man optimistisch nach vorne.
Die Handballsaison neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Während es für die einen noch um wichtige Punkte im Auf- oder Abstiegskampf geht, können andere die Runde recht entspannt ausklingen lassen. So etwa die Verbandsligisten TSV Denkendorf (Platz sieben) und TV Reichenbach (Rang fünf), die sich am Samstag im Derby gegenüberstehen. „Es wird ein richtig geiles Spiel kurz vor Saisonende. Wir haben uns gut entwickelt, wollen Spaß an der Partie haben und die restlichen Begegnungen genießen“, betont Reichenbachs spielender Co-Trainer Daniel Roos.
Wiederum andere richten den Blick bereits auf die Planung für die kommende Saison – und müssen dabei auch auf Unvorhergesehenes reagieren. Oberligist SG Hegensberg/Liebersbronn hat nach dem überraschenden Rücktritt von Veit Wager jedenfalls kurzfristig handeln müssen und in Ex-Profi Manuel Späth einen Feuerwehrmann verpflichtet, der das Team in den verbleibenden drei Spielen übernimmt. „Natürlich kam die Nachricht vom Rücktritt von Wager überraschend. Das ist jetzt verdaut und der Blick geht nach vorne. Die Spieler waren voll dabei, wie ich erwartet hatte. Die Mannschaft ist intakt“, sagt Heli-Interimscoach Späth.
Nachdem sich die Handballer der HSG Ostfildern das Nachholspiel beim VfL Waiblingen mit 38:33 geholt haben, soll laut Teammanager Matthias Dunz „die englische Woche erfolgreich zu Ende gehen“. Die HSG (Platz acht) empfängt am Sonntag (17 Uhr) den Siebten HSG Willstätt/Hanauerland. „Wir sind zwar Tabellennachbarn, liegen aber punktetechnisch relativ weit auseinander. Nun möchten wir die Saison mit dem bestmöglichen Abschluss beenden, Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, sagt Dunz und ergänzt: „Da kann sich zwar noch viel tun, aber wir wollen mit einem positiven Punkteverhältnis aus der Runde gehen.“ Derweil ist der Vorletzte TV Plochingen am Samstag (19.30 Uhr) beim Neunten SG Heddesheim zu Gast. Die Plochinger wollen noch ein paar Siege bis zum Saisonende sammeln – und Selbstvertrauen für das Derby gegen Ostfildern am darauffolgenden Spieltag tanken.
Es ist, wenn man so will, drei Spiele vor dem Saisonende ein Neustart für den Neunten SG Hegensberg/Liebersbronn. Manuel Späth übernimmt die Rolle des Feuerwehrmanns bei den Berghandballern und zieht nach den ersten Eindrücken eine positive Zwischenbilanz: „Ich bin super zufrieden mit den Jungs, wir haben zwei richtig gute Trainingseinheiten gehabt und alle ziehen hervorragend mit.“ Die SG Heli gastiert am Sonntag um 18 Uhr beim Siebten SG BBM Bietigheim II. „Wir fahren sehr optimistisch nach Bietigheim und nehmen hoffentlich zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib mit“, sagt Späth. Der Zweite TSV Wolfschlugen trifft bereits einen Tag zuvor um 20 Uhr auf den Vorletzten Handball Wölfe Plankstadt und will durch einen Pflichtsieg Verfolger TV Flein auf Abstand halten.
Indes hat sich die Personalsituation bei den Frauen des Drittletzten TSV Köngen nicht gebessert. Rein rechnerisch können die Köngenerinnen den drohenden Abstieg – da es höchstwahrscheinlich vier Absteiger geben wird – nicht mehr verhindern. „Es ist weiterhin angespannt bei uns, und dieses Mal können uns auch die A-Juniorinnen nicht aushelfen, da sie selbst im Einsatz sind. Wir machen das Beste daraus und schauen, was geht“, sagt Co-Trainer Martin Schorr, der in der kommenden Saison die männliche A-Jugend des TSV Denkendorf mittrainieren wird. Die Köngenerinnen spielen am Samstag (17 Uhr) zu Hause gegen den VfL Waiblingen II. Wiedergutmachung wollen die Frauen des TSV Denkendorf im Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den TSV Heiningen laut Coach Christoph Hönig betreiben: „Die vergangenen zwei Partien waren alles andere als gut. Es sind noch vier Punkte zu holen, die wollen wir haben. Wir werden zwar wohl mit der Aufstiegsrelegation nichts mehr zu tun haben, wollen aber mit einem guten Gefühl diese überragende Saison abschließen.“
Derbytime steht derweil in der Partie am Samstag (20 Uhr) zwischen dem TSV Denkendorf und dem TV Reichenbach an. „Nach der unglücklichen 27:28-Hinspielniederlage haben wir noch eine Rechnung offen und gehen dementsprechend motiviert in die Partie. Wir müssen gegen den starken TVR-Rückraum gute Lösungen finden“, sagt TSV-Keeper Benedikt Schrade. Reichenbachs spielender Co-Trainer Roos zeigt Verständnis dafür, dass die Denkendorfer sich für das Hinspiel revanchieren wollen. „Wir wissen bis heute noch nicht, wie wir das Spiel gewinnen konnten. Aber das ist jetzt egal, neue Partie, neues Glück“, sagt Roos und fügt hinzu: „Es wird eine Hausnummer werden, weil der TSV etwas zu alter Form zurückgefunden hat.“
Schlusslicht Team Esslingen möchte sich derweil laut Spieler Benedikt Frohna „so gut wie möglich aus der Verbandsliga verabschieden“. Das Team trifft am Sonntag um 17 Uhr zu Hause auf die SG Herbrechtingen/Bolheim. „Wir wollen an die Leistung zuletzt anknüpfen und die zwei Punkte mitnehmen“, betont Frohna. Ebenfalls um 17 Uhr empfängt der Vierte TSV Deizisau den Achten TSV Betzingen. „Das Hinspiel war eine Katastrophenpartie, das kann man auch nicht auf das fehlende Harz schieben. Wir wollen Wiedergutmachung betreiben und wie zuletzt in Reichenbach ein gutes Spiel machen“, sagt Arne Staiger vom Deizisauer Management.
Den zweiten Platz wollen die Handballerinnen der SG Hegensberg/Liebersbronn in der Staffel 1 durch einen Sieg bei der HSG Hohenlohe am Samstag (18 Uhr) festigen. Der TSV Neuhausen braucht in Staffel 2 dagegen am Samstag ab 17.15 Uhr im Kellerduell zu Hause gegen Schlusslicht SC Lehr unbedingt einen Sieg, um nicht auf den vorletzten Rang abzurutschen.
„Wir sind in der Crunchtime, es wird unser erstes von drei Endspielen“, sagt Marco Schwab mit Blick auf die Partie seines zweitplatzierten TSV Neuhausen II am Samstag (19.30 Uhr) gegen den TSV Heiningen II. Die Neuhausener haben es weiterhin in der eigenen Hand, Titel und Aufstieg zu sichern, müssen dafür jedoch alle drei Spiele gewinnen. „Wir freuen uns auf die Aufgaben, haben gut trainiert und die Stimmung ist gut“, sagt Schwab. Eine halbe Stunde zuvor trifft der Sechste TSV Köngen, für den tabellarisch nach oben wie unten nicht mehr viel geht, auf EK Bernhausen.
Im Kampf gegen den Abstieg stecken gleich mehrere Teams aus der Region. Der Vorletzte TSV Denkendorf II trifft am Samstag (16 Uhr) auf die SG Ober-/Unterhausen II, der Drittletzte HSG Ostfildern II spielt um 18 Uhr zu Hause gegen den TV Großengstingen, und der Viertletzte TSV Wolfschlugen II empfängt im Derby am Sonntag (15 Uhr) den Neunten SG Hegensberg/Liebersbronn II. Der TV Plochingen II kann die Situation etwas entspannter angehen und gastiert zwei Stunden später beim Ersten TSV Grabenstetten.