Handball – Vorschau Hoffnungsschimmer oder Stimmungskiller zum Saisonabschluss
Handball-Oberligist TSV Wolfschlugen will Platz zwei sichern, der TSV Neuhausen II den Landesliga-Titel sowie Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen.
Handball-Oberligist TSV Wolfschlugen will Platz zwei sichern, der TSV Neuhausen II den Landesliga-Titel sowie Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen.
Bis auf den Drittligisten TSV Neuhausen, der noch zwei Spiele zu absolvieren hat, endet am Wochenende die Handball-Saison in den Ligen der Region. Die meisten Entscheidungen sind bereits gefallen, doch in der Oberliga richten sich die Blicke noch einmal auf den TSV Wolfschlugen, der sich mit einem Sieg gegen die TSG Söflingen Platz zwei und damit die Aufstiegsspiele zur Regionalliga sichern möchte. Spannung herrscht auch noch in der Landesliga, in der der TSV Neuhausen II im von Coach Marco Schwab ausgerufenen „Endspiel“ gegen das HT Uhingen/Holzhausen Titel und Aufstieg perfekt machen will.
In der Verbandsliga steht zum Abschluss der Runde zudem noch einmal ein Derby an: Der TSV Denkendorf empfängt das bereits abgestiegene Team Esslingen. TSV-Keeper Benedikt Schrade findet es „schade, dass das Team den Gang nach unten antreten muss, denn es waren immer mitreißende Duelle“.
Der TSV Neuhausen (Rang sieben) ist am Samstag (19.30 Uhr) zu Hause gegen Tabellennachbarn Rhein-Neckar Löwen II gefordert. Tabellarisch geht zwar nach oben nicht mehr viel, doch die Löwen II liegen nur einen Pluspunkt hinter den Maddogs. Ziel ist es daher, Platz sieben zu verteidigen und die Saison besser als die vergangene Runde abzuschließen. Dafür braucht der TSV noch mindestens ein Unentschieden. Das Hinspiel verloren die Neuhausener mit 30:34 – eine Rechnung ist also noch offen.
„Es gibt bestimmt leichtere letzte Partien, aber wir sind froh, die Saison mit einem Heimspiel zu beenden“, sagt Teammanager Matthias Dunz vor der Partie seiner HSG Ostfildern am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Weinsberg. Tabellarisch geht es für die HSG um nichts mehr, aber den „scheidenden Spielern sowie Trainer Marco Gaßmann soll ein gelungener Abschluss bereitet werden“. Dunz freut sich dann darauf, „zusammen mit den Fans die Runde in der Halle ausklingen zu lassen“. Eine schwere Aufgabe hat der bereits als Absteiger feststehende TV Plochingen zur selben Zeit beim Spitzenreiter TSB Schwäbisch Gmünd vor der Brust, der vor eigenem Publikum den Aufstieg feiern möchte. Die Plochinger wollen jedoch noch einmal zeigen, dass ihre Formkurve in der Rückrunde nach oben zeigte. Das Hinspiel gewann der TVP überraschend mit 33:30.
Noch einmal An- und Spannung ist am Sonntag (17 Uhr) im letzten Heimspiel des TSV Wolfschlugen gegen die TSG Söflingen vorprogrammiert. Mit einem Sieg wollen die Wolfschlugener Platz zwei endgültig festigen und sich damit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen sichern. Ein Vorteil könnte sein, dass die noch abstiegsgefährdeten Söflinger ein hartes Schlussprogramm hinter sich haben – traten am Freitagabend noch im Nachholspiel bei Saase3 Leutershausen an.
Bei der SG Hegensberg/Liebersbronn hat Interimscoach Manuel Späth die Mission Klassenverbleib bereits erfüllt. Im Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei Handball Wölfe Plankstadt soll die Saison dennoch erfolgreich beendet werden. „Wir wollen die Runde mit einem Sieg und einem positiven Punktekonto abschließen“, sagt Späth, der seine Zeit bei den Berghandballern gerne mit „drei Siegen aus drei Spielen“ beenden möchte.
Der drittletzte Platz steht für die Handballerinnen des TSV Köngen bereits fest – der Abstieg ist besiegelt. Zum Abschluss wollen sie sich am Sonntag (17 Uhr) mit einem Heimsieg gegen den TV Gerhausen aus der Liga verabschieden. Zwei Stunden zuvor empfängt der TSV Denkendorf die SG Weinstadt.
Zum Saisonabschluss kommt es am Sonntag (17 Uhr) noch einmal zum Derby zwischen dem TSV Denkendorf und dem bereits abgestiegenen Team Esslingen. „Sportlich geht es um nichts mehr, aber wir möchten die schwere Saison versöhnlich abschließen“, sagt Denkendorfs Keeper Schrade. Auch Team-Spieler Benedikt Frohna blickt nach vorne: „Dann haken wir die Saison ab, sammeln in der Pause unsere Kräfte und peilen den Wiederaufstieg an.“ Beim TSV Deizisau geht es zur selben Zeit im Heimspiel gegen den TSV Bad Saulgau noch darum, Tabellenplatz drei zu sichern. „Es wird eine heiße Kiste, die Bad Saulgauer spielen noch gegen den Abstieg“, sagt Arne Staiger. Auch der TV Reichenbach strebt im Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Betzingen einen erfolgreichen Abschluss an.
Bei den Frauen der SG Hegensberg/Liebersbronn darf gefeiert werden: Platz zwei der Staffel 1 und damit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen stehen bereits fest. Am Samstag (20.15 Uhr) soll im Heimspiel gegen den TSV Allowa noch mal ein Erfolg folgen.
Der TSV Neuhausen steht in der Staffel 2 dagegen als Absteiger fest und möchte sich am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den MTG Wangen würdig aus der Verbandsliga verabschieden.
Wenn am Sonntag (14.45 Uhr) der Spitzenreiter TSV Neuhausen II in der Egelsee-Sporthalle 1 auf das HT Uhingen/Holzhausen trifft, geht es um alles. Die Ausgangslage ist klar: Die Neuhausener haben Meistertitel und Aufstieg in der eigenen Hand und müssen gewinnen.
Auch in der Bezirksoberliga stehen noch Partien mit Endspielcharakter an. Für den Achten TSV Wolfschlugen II (21:25 Punkte), der am Sonntag (15 Uhr) zu Hause auf tus Stuttgart trifft, muss ein Erfolg her, um sich am rettenden Ufer festzuklammern. Der Neunte SG Hegensberg/Liebersbronn II (20:26 Zähler) ist im Derby am Samstag (18 Uhr) gegen den TV Plochingen II zum Siegen verdammt, um überhaupt noch die Chance auf den Klassenverbleib zu wahren. Abgestiegen ist der TSV Denkendorf II, der am Samstag (18 Uhr) zu Hause gegen den TSV Bartenbach II antritt.
Der TSV Deizisau II steht bereits als Meister und Aufsteiger fest und muss nicht mehr ran. Noch eine Partie hat das Team Esslingen II offen und empfängt am Sonntag (15 Uhr) die TG Nürtingen.