Handel Kein Ikea in Gaisburg

Ikea würde gern auf Stuttgarter Markung aktiv werden. Foto: dpa
Ikea würde gern auf Stuttgarter Markung aktiv werden. Foto: dpa

Das schwedische Möbelhaus hat großes Interesse am Standort, scheitert aber in Stuttgart generell an den politischen Vorgaben. Das Problem ist das Sortiment an Waren, was Ikea in seiner Markthalle anbietet.

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Stuttgart - Der schwedische Möbelriese Ikea wird auf dem Kraftwerksareal in Gaisburg keine neue Filiale ­eröffnen. „Wir haben großes Interesse am Standort. Doch wir scheitern in Stuttgart generell an den Vorgaben der Politik“, erklärt Simone Settergren, die für den Bereich Expansion zuständige Pressesprecherin des Unternehmens.

Settergren bezieht sich auf den Regionalplan und dessen Beschränkung für zentrenrelevantes Sortiment, mit dem der Handel in den Innenstädten geschützt werden soll. Artikel, die Ikea in seiner Markthalle verkauft – etwa Gläser, Lampen, Gardinen, Bilderrahmen – dürfen demnach nur auf maximal 350 Quadratmetern angeboten werden. „Mit dieser Vorgabe gibt es für uns keine Chance“, erklärt die Sprecherin.

Kaufkraft wandert ab nach Sindelfingen und Ludwigsburg

Obwohl sie allein im Interesse der Stuttgarter Innenstadt unterwegs ist, spricht sich City-Managerin Bettina Fuchs nicht gegen einen Ikea in Gaisburg aus: „Es geht viel Kaufkraft in Richtung Sindelfingen und Ludwigsburg verloren.“ Zwar sei es richtig, den Handel in der Stadt zu schützen, so Fuchs weiter: „Doch wenn clevere Lösungen beim Parken oder der An- und Abfahrt gefunden würden, könnte die ganze Stadt von einem Ikea in Gaisburg profitieren.“

Da es in der Innenstadt keine verfügbaren Flächen für das schwedische Unternehmen gibt und die Randbezirke aufgrund des Regionalplans ebenfalls ausscheiden, könnte Ikea in Stuttgart nur dann eröffnen, wenn eine Ausnahme gemacht würde. Doch danach sieht es nicht aus: „Es gelten die Regeln des Regionalplans. Danach muss das zentrenrelevante Randsortiment auf maximal 350 Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzt sein“, erklärt die Pressesprecherin des Verbands Region Stuttgart, Dorothee Lang, auf Anfrage der StZ.




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