Hansa-Areal Konzepte für das neue Wohnquartier

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Auf dem ehemaligen Hansa-Areal an der Sigmaringer Straße wird es bald ein neues Wohngebiet mit Namen „Bei den Öläckern“ geben. Von Herbst an läuft ein Realisierungswettbewerb, an dem acht Architekturbüros teilnehmen.

Auf dem ehemaligen Hansa-Areal soll es künftig Wohnungen geben. Foto: Rebecca Stahlberg
Auf dem ehemaligen Hansa-Areal soll es künftig Wohnungen geben. Foto: Rebecca Stahlberg

Möhringen - Auf dem ehemaligen Hansa-Areal an der Sigmaringer Straße soll künftig nicht nur der Neubau der Feuerwache 5 entstehen, sondern auch das neue Wohngebiet „Bei den Öläckern“ (unsere Zeitung berichtete). Für das Quartier wird ein nicht offener Realisierungswettbewerb ausgelobt. Der gemeinderätliche Umwelt- und Technikausschuss hat am Dienstag sein Okay dazu gegeben. Ausgelobt wird der Architektenwettbewerb vom Eigentümer des Geländes, dem Unternehmen BPD Immobilienentwicklung, die früher unter dem Namen Bouwfonds firmierten. Acht Architekturbüros aus Stuttgart, Esslingen, Tübingen, Neckarsulm und Karlsruhe sind eingeladen, Konzepte für die geplante Wohnbebauung zu erstellen.

Die Fläche an der Sigmaringer Straße ist rund 16 000 Quadratmeter groß. Da das Planungsrecht dort bislang ein Industriegebiet festsetzt, ist eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Das geforderte Gesamtkonzept wird als Grundlage für den neuen Bebauungsplan dienen. Es gilt, die städtebauliche Rahmenkonzeption der Stadt Stuttgart zu beachten. Die Vorgaben sind etwa, dass sich das Wohnquartier in die besonderen Lage zwischen Feuerwache, Gewerbe, Schulzentrum und Ackerflächen gut einfügen muss. Am Ortsrand ist die Höhe auf drei Vollgeschosse beschränkt, zur Mitte hin dürfen es vier Geschosse sein. Die Autos sollen in Tiefgaragen verschwinden, Flachdächer sowie flach geneigte Dächer mit Begrünung sind erwünscht. Es soll eine Kita geben. Gemäß dem Stuttgarter Innenentwicklungsmodell ist eine Mischung aus gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau angestrebt.

Die Unterlagen werden im September ausgegeben, die Architekturbüros haben bis Februar 2016 Zeit, ihre Konzepte zu erstellen. Das Preisgericht tagt im April 2016. Als Preisrichter sind unter anderem Baubürgermeister Peter Pätzold, Detlef Kron, der Leiter des Stadtplanungsamts, die Architekten Wolfgang Riehle und Jórunn Ragnarsdóttir sowie Helmuth Caesar, der Geschäftsführer der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) gesetzt.

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