Es gibt sie in vielen Farben, aber nur in einer Form: die bunten Kringel von „Happy Donazz“, die seit Kurzem an einem kleinen Stand in den Mercaden verkauft werden. Die Glasuren reichen von blau mit Glitzerperlen über schokobraun mit bunten Streuseln, rosa Erdbeerschokolade oder grünen Pistazienstreuseln bis hin zu blau gefärbten Kokosflocken, die mit zwei Augen und Keksmund als Krümelmonster daherkommen. Verkaufsschlager ist laut Happy-Donazz-Gründer Izzet Haydin aber der „Black Sensation“, eine wahre Schoko-Bombe: mit belgischer Schokolade gefüllt, mit heller und dunkler Schokolade glasiert und mit Schokoflocken garniert. 36 Sorten – teils gefüllt, teils ungefüllt – gibt es insgesamt.
Der Start des Böblinger Verkaufsstands sei gut angelaufen, sagt der Inhaber Ismail Gider, der auch die Filialen in den Stuttgarter Mercaden und der Heilbronner Stadtgalerie betreibt. Insgesamt gibt es zwischen Hamburg und Böblingen 14 Franchise-Shops, vor der Pandemie waren es sogar 40 Verkaufsstellen. „Während Corona mussten wir einige schließen, jetzt kommen wieder ein paar neue dazu“, sagt Izzet Haydin.
Erinnerungen aus der Kindheit führen zur Gründung
Dass er zusammen mit seiner Frau Derya das Franchise-Unternehmen „Happy Donazz“ gegründet hat, geht auf seine Kindheit zurück. Denn sein Vater Arif Haydin arbeitete als Bäcker für die NATO und und buk in den 60er-Jahren Donuts für in Deutschland stationierte Amerikaner. „Er hat uns immer Donuts mitgebracht“, erzählt Izzet Haydin, der in Mannheim lebt. Viele Jahre später beschlossen er und seine Frau, Donuts speziell für den europäischen Markt zu kreieren. „2009 gab es noch kaum Donuts in Deutschland. Wir haben eine Welle losgetreten“, sagt Haydin. Im ersten Shop, den sie 2011 in Ludwigshafen in der Rhein-Galerie eröffneten, sei es direkt „bombig“ gelaufen. „Die Leute standen zum Teil 50, 100 Meter in der Schlange“, erzählt er.
Was ihre Happy Donazz so besonders macht, sind laut Izzet Haydin zum einen der fluffige Teig, den das Ehepaar in jahrelangen Verkostungen und Backversuchen dem amerikanischen Original nahegebracht haben. Das Rezept, das sie entwickelt haben, halten sie streng geheim. Vor allem aber legen sie Wert auf gute Produktqualität, sagt Haydin: „Wir verwenden keinen billigen Kakao als Glasur, sondern belgische Schokolade. Als Füllung nehmen wir hochwertige deutsche Markenmarmelade. Die Zutaten machen den Unterschied aus.“