Hauptstadt von Burkina Faso Tote nach Angriff auf türkisches Restaurant

Von red/dpa/AFP 

Mindestens 18 Menschen sind bei einem Angriff auf ein türkisches Restaurant in der Hauptstadt von Burkina Faso getötet worden, darunter zwei der Angreifer. Das Attentat wird Islamisten zugeordnet, bekannt hat sich noch niemand.

Bei dem Anschlag sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Foto: AFP
Bei dem Anschlag sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Foto: AFP

Ouagadougou - Nach dem Anschlag auf ein Restaurant in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Angreifer erschossen worden. Insgesamt seien 18 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Täter, sagte ein Offizier der burkinischen Armee am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Mutmaßliche Dschihadisten hatten am Sonntag das Feuer auf Gäste des bei Ausländern beliebten Lokals eröffnet, anschließend verschanzten sie sich in dem Gebäude.

Polizeichef Guy Ye sagte, drei oder vier Angreifer auf Motorrädern hätten am Sonntagabend um 21 Uhr wahllos das Feuer eröffnet und auf Menschen geschossen, die in dem Lokal namens Aziz Istanbul speisten. Auch gut sieben Stunden nach Beginn der Attacke waren nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur AP vor Ort noch Schusswechsel zu hören. Sicherheitskräfte mit Panzerwagen waren im Einsatz, das Lokal gehört zu den nobleren Restaurants der Hauptstadt.

Tragischer Anschlag im Januar 2016

Der Angriff erinnerte an einen tragischen Anschlag im Januar 2016 auf ein Café in Burkina Faso, bei dem 30 Menschen in den Tod gerissen wurden. Die drei Angreifer damals waren nach Angaben von Al-Kaida Ausländer. Die Terrorgruppe hatte sich für das Massaker verantwortlich gezeigt. Auch Dschihadisten der Gruppe Al-Mourabitoun bekannten sich zu dem Angriff.

Burkina Faso in Westafrika ist eines der ärmsten Länder der Welt. Im Norden grenzt es an Mali, das bereits lange gegen islamistische Extremisten kämpft - die Zahl der Angriffe an der Grenze haben in jüngster Zeit zugenommen.

Doch Experten zufolge steigt in Burkina Faso auch die Gefahr durch terroristische Eigengewächse: Der radikalistierte Prediger Ibrahim Malam Dicko hat sich bereits zu Anschlägen auf Soldaten und Zivilisten bekannt. Seine Organisation Ansarul Islam wird von Burkina Fasos Regierung mittlerweile als Terrorgruppe eingestuft.