Haus am See Festival in Benningen „So ein kleines Festival macht auch was her“

„Die Stimmung war grandios“, sagen die Veranstalter – aber auch die Gäste waren angetan. Foto: privat

Zwölf Stunden Techno und House am Haus am See in Benningen waren ein voller Erfolg. Deshalb wird das Festival auch im kommenden Jahr stattfinden.

Benningen wird zum Festival-Ort: Vor rund zwei Wochen hat der örtliche Fischereiverein zum ersten Mal ein Open-Air-Techno- und House-Event auf die Beine gestellt. Sechs DJs legten insgesamt zwölf Stunden lang auf – und zwar am Haus am See, das dem Verein gehört. René Vogel ist Kopf des Organisationsteams, hatte wenig von der Veranstaltung, ist aber über deren Verlauf sehr begeistert. Fürs kommende Jahr ist daher eine Neuauflage geplant.

 

Das Festival am Haus am See war eine Premiere – das Veranstaltungsteam bekommt super Rückmeldungen in den Sozialen Medien . . .

Ja, die Stimmung war grandios. Ein richtig gutes Fest. Die Leute haben top Party gemacht, absolut super! Genau die Leute sollen nächstes Mal wieder kommen!

Das heißt, es wird nach der Premiere ein nächstes Mal geben?

Auf jeden Fall! Das Haus-am-See-Festival wird 2023 wieder stattfinden. Wir müssen noch nach einem genauen Datum schauen, aber Part Two wird es wohl Ende Mai, Anfang Juni geben.

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Wird es dann im Großen und Ganzen genauso ablaufen? Oder wollt Ihr weiter wachsen?

Wir klären noch, ob wir noch ein bisschen mehr Kapazitäten haben, was die Gästezahl angeht. Diesmal haben wir ja bei 900 Leuten keinen mehr reingelassen. Wir hatten für diese Anzahl Getränke und Essen da, da ergibt es keinen Sinn, dann 1200 reinzulassen. Die meisten hatten sich aber ohnehin im Vorfeld ihre Tickets besorgt, ein paar wenige gingen noch an der Tageskasse, dann mussten wir Leute wegschicken. Die hatten aber Verständnis.

Also ein paar mehr im kommenden Jahr gehen noch?

Ein paar, ja. Aber wir wollen auch nicht riesig werden. So ein kleines Festival macht auch was her. Da geht es familiärer zu. Unser Ziel ist es schon, das jetzt jedes Jahr auf die Beine zu stellen.

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Weil ihr selbst Spaß an House und Techno habt?

Genau. So ist das Ganze ja entstanden. Wir mögen House und Techno, die klassischen Veranstaltungen des Fischereivereins hatten nicht mehr den gewünschten Zulauf an Besuchern, also haben wir etwas Neues auf die Beine gestellt.

Selbst Party machen war am Festival-Tag für euch aber wahrscheinlich nicht drin, oder?

Nein, wir waren ja nur am Arbeiten. Dem Veranstaltungsteam und den Leuten im Hintergrund bleiben da am Ende nur Ruhm und Ehre – und natürlich die Freude darüber, dass es so gut lief. Aber wir wollten es ja so.

Lief denn alles gut?

Es lief super. Die Vereinsmitglieder haben das gerockt, es gab kaum Wartezeiten an der Bar, bei Burgern oder beim Bier. Das Rote Kreuz hatte bis auf zwei Kleinigkeiten auch nichts zu tun und die Polizei, die Nachbarn und die Gemeinde haben ebenfalls allesamt signalisiert, dass alles passt. Es gab kein Theater, kein Park-Chaos, die meisten sind unserem Aufruf gefolgt, mit den Öffentlichen zum Festival zu kommen.

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Gibt es noch Stellschrauben, an denen ihr drehen möchtet?

Ja, ein paar Kleinigkeiten. Wir haben zum Beispiel die Rückmeldung bekommen, dass man auch mit Karte zahlen können sollte oder das es keinen Zigarettenautomaten gab. Da reden wir drüber und gucken, was wir machen können.

War da nicht ein kleines bisschen Aufregung da, dass irgendetwas schief gehen könnte?

Nein, da war ich total entspannt, weil ich weiß, dass ich gute Leute habe.

Wie lief der Festival-Tag? Da waren ja nicht alle 900  Gäste von Anfang an dabei, oder?

Es ging Punkt 12 Uhr mit der Musik los, da waren etwa 60 Leute auf dem Gelände am Haus am See. Dann hat es sich mehr und mehr gefüllt, gegen 15 Uhr waren es 300 Besucher und ab 16 Uhr hatten wir die 900 voll. Die meisten blieben dann bis etwa 22 oder 22.30 Uhr, dann machten sich die ersten Gäste auf den Heimweg. Und um Punkt 0 Uhr war dann Schluss.

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Was hat euch eigentlich angetrieben, einen solchen Aufwand zu betreiben und ein Festival auf die Beine zu stellen? Von der Liebe zu Techno und House einmal abgesehen . . .

Das ist alles für die Vereinskasse. Da geht es zum einen natürlich um Dinge wie den Fischbesatz. Zum anderen aber auch um unser schönes Haus am See. Da gibt es einige Baustellen für die nächsten Jahre, im Außenbereich, aber auch innen. Das muss alles gezahlt werden. Damit unser Haus erhalten werden kann – auch, damit wir weiterfeiern können.

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