Haus der Geschichte Museum gestaltet Frankreich-Abteilung neu

Von  

Sebastian Dörfler, Kurater des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, sucht Gegenstände vom Tag der großen Rede an die deutsche Jugend von Charles de Gaulle 1962. Die Frankreich-Abteilung der Dauerausstellung soll neu gestaltet werden.

Kurator Sebastian Dörfler fahndet nach einem ganz besonderen Plakat für die Dauerausstellung im Haus der Geschichte. Foto: Achim Zweygarth
Kurator Sebastian Dörfler fahndet nach einem ganz besonderen Plakat für die Dauerausstellung im Haus der Geschichte. Foto: Achim Zweygarth
Stuttgart - Das Haus der Geschichte gestaltet einen Teil der Dauerausstellung neu. Kurator Sebastian Dörfler fahndet deshalb nach einem ganz besonderen Plakat, wie er im Gespräch mit Thomas Faltin erzählt.
Warum gestalten Sie in Ihrer Dauerausstellung die Abteilung über das Nachbarland Frankreich neu?
Wir wollen die Abteilung erweitern und in einen europäischen Kontext stellen. Die Rede von Charles de Gaulle an die deutsche Jugend am 9. September 1962 in Ludwigsburg war ein wichtiger Ausgangspunkt für das Zusammenwachsen der Länder. Deshalb suchen wir Gegenstände von Zuhörern an diesem denkwürdigen Tag.
Haben Sie bei Ihrer Recherche etwas Bestimmtes im Auge?
Wir haben den Film der Rede, wir haben Interviews mit Zeitzeugen und wir haben auch eine Eintrittskarte. Unser großer Wunsch wäre, auch eines der Plakate zu zeigen, die damals hochgehalten wurden. Aus dem Film wissen wir, dass darauf „Vive de Gaulle“ oder „Vive la France“ stand.
Glauben Sie wirklich, jemand hat ein solches Plakat mehr als 50 Jahre lang aufgehoben?
Die Begeisterung vieler Menschen war damals riesig. Sehr viele hatten das Gefühl, sie seien aufgerufen, an der europäischen Einigung mitzuwirken. Insofern könnte das für manchen Mitwirkenden ein wichtiges Ereignis gewesen sein. Also ja: wir haben Hoffnung, dass noch jemand ein solches Plakat besitzt. Wir erleben immer wieder positive Überraschungen.
Und was ist mit anderen Gegenständen von jenem Tag?
Grundsätzlich sind wir an allen Gegenständen interessiert – es kommt dann darauf an, was sich konkret ergibt.
Kontakt Wer sich angesprochen fühlt, kann Sebastian Dörfler unter der Telefonnummer 0711/212-40 09 erreichen.

Sonderthemen