Hausabriss wegen Stuttgart 21 Sicherheit muss Priorität haben

Die Bahn kann sich weitere Schäden wie den im Kernerviertel, wo ein durch Stuttgart-21-Arbeiten in Mitleidenschaft gezogenes Haus abgerissen werden muss, nicht leisten, kommentiert StZ-Titelautor Christian Milankovic.

Die Risse in der Fassade an der Kernerstraße waren nicht mehr zu kitten. Foto:  
Die Risse in der Fassade an der Kernerstraße waren nicht mehr zu kitten. Foto:  

Stuttgart - Nun ist eingetreten, was Kritiker von Stuttgart 21 immer wieder vorausgesagt haben: bei einem Projekt dieser Größenordnung seien niemals alle Risiken zu beherrschen. Wenn nun das beim Tunnelbau beschädigte Gebäude Kernerstraße 30 abgerissen wird, dürfen sie sich bestätigt fühlen. Genugtuung wäre gleichwohl fehl am Platz. Zu gravierend sind die Folgen für die Hausbesitzer und -bewohner.