Hausbesetzung im Stuttgarter Süden Hausbesetzer sollen für Räumung zahlen

An der Wilhelm-Raabe-Straße wurde gegen Leerstand protestiert. Foto: Lichtgut/Julian Rettig (Archiv)
An der Wilhelm-Raabe-Straße wurde gegen Leerstand protestiert. Foto: Lichtgut/Julian Rettig (Archiv)

Mit der Besetzung mehrerer Wohnungen in einem Haus an der Wilhelm-Raabe-Straße wurde im Mai 2018 gegen Leerstand und Luxussanierung protestiert. Die Aktivisten haben nun eine saftige Rechnung erhalten.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Eine Rechnung über 11 203,96 Euro ist den Personen ins Haus geflattert, die im Mai 2018 mehrere Wohnungen in einem Haus an der Wilhelm-Raabe-Straße besetzt hatten. Die Rechnung kommt von den neuen Eigentümern des Gebäudes im Stadtteil Südheim, teilt ein Solidaritätskreis mit, der die Betroffenen unterstützen will und Geld sammelt.

Unterstützer wollen Geld für die Besetzer sammeln

Das Haus in Stuttgart-Süd war im Jahr 2018 besetzt worden, weil die Bewohnerinnen und Bewohner eine Luxussanierung und, damit verbunden, eine Verteuerung der Miete befürchtet hatten. Die Investoren beantragten eine Räumung und konnten diese auch durchsetzen. Etwa einen Monat nach der Besetzungsaktion räumte der Vollzugsdienst der Stadt die Wohnungen. Die Hausbesetzer waren im April 2019 wegen der Aktion zu Geldstrafen verurteilt worden. Zu dem Rechnungsbetrag für die Räumung wollten sich die Anwälte der Eigentümer auf Anfrage unserer Zeitung nicht äußern. Die Unterstützer behaupten in der Pressemitteilung zur aktuellen Entwicklung, dass in dem Haus auch zwei Jahre und sieben Monate nach der Räumung die Wohnungen immer noch leerstehen würden, die saniert werden sollen. (ceb)




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