Bei einer Hausdurchsuchung im Remstal sind etliche Datenträger mit mutmaßlich kinderpornografischen Aufnahmen gefunden worden. Ein anonymer Hinweis hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

In einer Wohnung in Kernen hat die Polizei am Dienstag kinderpornografisches Material entdeckt. Wie die Polizei mitteilt, hatte die Kriminalpolizei im Vorfeld einen anonymen Hinweis auf einen 53 Jahre alten Mann erhalten. Die Ermittler besorgten sich bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Durchsuchungsbeschluss, den sie am Dienstag vollzog.

In den Wohnräumen des Mannes stellten die Fahnder 34 Datenträger sicher. Der Mann soll gegenüber der Polizei zugegeben haben, dass sich auf diesen kinderpornografisches Material befinden würde. Nachdem die üblichen polizeilichen Maßnahmen auf dem Revier abgeschlossen waren, wurde der Mann auf Weisung der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf freien Fuß entlassen.

Kinderpornografie ist wie Jugendpornografie weltweit geächtet“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung zu dem Fall. Sie bittet daher jeden, Darstellungen von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen konsequent zu melden. Erwachsene, aber immer öfter auch Kinder und Jugendliche würden über die digitalen Kanäle mit Kinderpornografie konfrontiert. „Solche Bilder und Videos zeigen realen sexuellen Kindesmissbrauch und werden in sozialen Netzwerken oder über Messenger wie WhatsApp verbreitet“, warnt die Polizei. Wie man sich verhalten sollte, wenn man mit derartigen Inhalten konfrontiert wird, hat sie im Internet unter der Adresse www.polizei-beratung.de zusammengefasst.