Haushalt in Kornwestheim Höhere Steuern und der Rotstift

Kornwestheim aus der Luft. Foto: Werner Kuhnle
Kornwestheim aus der Luft. Foto: Werner Kuhnle

Bürgermeister Dietmar Allgaier legt den Etat für 2017 vor. Der Blick geht aber bereits ins Jahr danach.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Kornwestheim - Eigentlich hat der Erste Bürgermeister Dietmar Allgaier den Haushaltsplan 2017 eingebracht. Der Blick der Stadträte aber ist auf 2018 gerichtet – wo der Etat wieder ins Lot gebracht werden soll. Er soll um zehn Millionen Euro entlastet werden. Eifrig wird schon nach den Feldern gefahndet, wo der Rotstift angesetzt werden kann. Allgaier fasst den Zeitplan so zusammen: „2016 ist das Jahr der Ideenfindung, 2017 das Jahr der Umsetzung, 2018 das Jahr der Wirkung.“

Auch im Etatentwurf für 2017 werden schon Weichen fürs Jahr 2018 gestellt – zum Beispiel durch eine Erhöhung der Gewerbe- und der Grundsteuer, die die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vorschlägt.

Hauseigentümer und Mieter wird es schon wieder treffen

Die Hauseigentümer und Mieter wird es wohl schon wieder treffen. Die Grundsteuer B soll um weitere 20 auf nunmehr 410 Prozentpunkte angehoben werden. Die Stadt erhofft sich Mehreinnahmen in Höhe von 250 000 Euro. 5,2 Millionen Euro zahlen die Hauseigentümer und Mieter dann an die Kommune – doppelt so viel wie vor 14 Jahren. Nach zwölf Jahren will die Stadt auch wieder an der Gewerbesteuerschraube drehen. Der Hebesatz soll von 370 auf 390 Prozentpunkte steigen – was vermutlich aber nicht dazu führen wird, dass die Gewerbesteuereinnahmen im kommenden Jahr steigen. Viele große Unternehmen wollen investieren, was die Erträge und damit die Steuerlast mindert.

Im Steuervergleich mit anderen Kommunen steigt Kornwestheim vom unteren Tabellendrittel ins obere. Spitzenreiter bei den Gewerbesteuern bleibt Stuttgart mit 420 Prozentpunkten, Schlusslicht ist Bietigheim-Bissingen mit 335 Punkten.




Unsere Empfehlung für Sie