Die Liste empfohlener Hausmittel umfasst zahlreiche natürliche Linderungsmöglichkeiten. Was unterstützt bei der Genesung und sollte bei der Anwendung beachtet werden?
Husten ist eine der häufigsten Beschwerden, die Menschen weltweit plagen. Diese können sowohl lästig als auch unangenehm sein. Welche Hausmittel können die Symptome lindern?
Husten: Wichtige Hinweise bei der Anwendung von Hausmitteln
- Achtung bei Kindern: Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig erhalten, da es zu gefährlichen Erkrankungen wie Säuglingsbotulismus kommen kann. Ebenfalls wird Kuhmilch für Kinder unter einem Alter von 6 Monaten nicht empfohlen. Einige Kinder vertragen zudem keine Milchprodukte, weil sie auf das in der Kuhmilch enthaltene Eiweiß oder Milchzucker (Laktose) allergisch reagieren. Auch ätherische Öle wie Eukalyptus sollten bei Kindern unter zwei Jahren vermieden werden, da sie Atemprobleme verursachen können.
- Ärztlichen Rat einholen: Husten ist ein geläufiges Symptom, kann aber in Verbindung mit heftigen Krankheitserscheinungen auch auf ernsthafte Erkrankungen wie eine Coronavirus-Infektion hinweisen. Wenn Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, starkes Krankheitsgefühl oder länger anhaltender Husten auftreten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Besonders bei Babys oder kleinen Kindern ist eine frühzeitige medizinische Abklärung wichtig. Wer Husten nach Unfällen oder dem Einatmen von Rauch oder Dämpfen hat, sollte diesen ebenfalls ärztlich abklären lassen. Bei Atemnot gilt es, den Rettungsdienst zu rufen (112).
Husten: Welche Hausmittel können helfen?
Husten ist ein natürlicher Reflex des Körpers, um Krankheitserreger aus den Atemwegen zu entfernen. Auch wenn viele Hausmittel gegen Husten nicht eindeutig wissenschaftlich belegt sind, empfehlen unter anderem auch Experten wie Dr. Hans-Michael Mühlenfeld vom Deutschen Hausärzteverband einige Mittel, da sie vielen Patienten subjektiv zu helfen scheinen. Im Folgenden gibt es eine Liste der gängigsten Hausmittel gegen Husten im Überblick.
Inhalation bei Husten
Ein Klassiker unter den Hausmitteln ist die Inhalation. Dabei wird heißes Wasser in einem Inhalator oder einer Schüssel mit Handtuch über dem Kopf inhaliert, um den Schleim zu lösen und die Atemwege zu befeuchten. Bei produktivem Husten, bei dem Schleim abgehustet wird, kann dies besonders hilfreich sein. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Salbei oder Menthol fördern die Schleimlösung, sollten jedoch mit Vorsicht verwendet werden, besonders bei Kindern und Asthmatikern.
Hustentee und Flüssigkeitszufuhr
Pflanzliche Tees mit Zutaten wie Thymian, Efeu oder Anis können helfen, den Schleim zu lösen und das Abhusten zu fördern. Oftmals werden auch Salbei, Eibischtee, Lindenblüten oder Spitzwegerich angewandt. Ebenso ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um die Schleimhäute feucht zu halten und das Abhusten zu erleichtern.
Ingwer
Ingwer soll entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Ingwertee oder Ingwerwickel können ebenfalls bei der Linderung der Symptome helfen.
Milch mit Honig
Milch soll die Schleimbildung im Rachen fördern und so den Hustenreiz lindern. Honig wirkt antibakteriell und antiviral, weshalb er traditionell zur Behandlung von Erkältungen und Bronchitis eingesetzt wird. Ingwer kann der Milch beigefügt werden, um die Wirkung zu verstärken. Kinder unter einem Jahr sollten jedoch wie bereits erwähnt keinen Honig konsumieren, da dies zu Botulismus führen kann. Auch Milch eignet sich erst für ältere Kinder über 6 Monaten.
Zwiebelsaft mit Kandiszucker und Honig
Zwiebelsaft, zubereitet mit Kandiszucker, ist ein weiteres bewährtes Hausmittel. Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle und Schwefelverbindungen sollen entzündungshemmend wirken und den Hustenreiz lindern können. Auch hierbei gilt: Bei Babys unter einem Jahr sollte Honig aufgrund des Risikos für Säuglingsbotulismus jedoch vermieden werden.
Wickel mit Kartoffeln, Quark oder Senfmehl
Ein traditionelles Hausmittel sind warme Quark- oder Kartoffelwickel. Zum Teil kommen auch andere Inhaltsstoffe wie Senfmehl zum Einsatz. Die Wärme soll beruhigend auf die Bronchien wirken und den Schleim lösen. Zwar ist die wissenschaftliche Wirksamkeit fraglich, jedoch spielt wahrscheinlich der Placebo-Effekt eine Rolle, da Patienten sich durch die Anwendung oft besser fühlen.
Luftfeuchtigkeit erhöhen
Trockene Luft kann Husten verschlimmern. Die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, etwa mit einem Luftbefeuchter oder einem feuchten Tuch auf der Heizung, kann bei Reizhusten helfen.