Haute Couture in Paris Die hohe Kunst der Schneiderei

Von the/dpa 

Am Donnerstagabend sind in Paris die Haute-Couture-Schauen zu Ende gegangen. Die großen Namen wie Chanel oder Dior setzten auf fröhliche Leichtigkeit.

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Ralph & Russo Foto: Getty Images Europe

Am Donnerstagabend sind in Paris die Haute-Couture-Schauen zu Ende gegangen. Die großen Namen wie Chanel oder Dior setzten auf fröhliche Leichtigkeit.

Paris - Schmetterlinge, Federn und Turnschuhe: Die Pariser Haute-Couture-Schauen für Frühjahr/Sommer 2014 standen im Zeichen einer Suche nach Leichtigkeit. Zwei Comebacks gab es dieses Jahr. Die Modemarke Elsa Schiaparelli zeigte erstmals seit fast 60 Jahren wieder eine Schau mit exzentrisch-fantasievollen Entwürfen, die mit blauen Haaren, Zauberinnenhüten und Sternenmotiven ätherisch leicht wirkten. Die Schauen hatten am vergangenen Sonntag begonnen und endeten am Donnerstag.

Auch das Haus Vionnet feierte sein Comeback mit einer Kollektion von Hussein Chalayan, die als „Demi Couture“ einen weniger aufwendigen Kompromiss zwischen einzeln gefertigter Haute Couture und in Serie hergestellter Prêt-à-Porter schließen will.

Designerin Bouchra Jarrar, erstmals offiziell im exklusiven Kreis der Haute Couture, zeigt lieber androgyne Marlene-Hosen als wallende Kleider. Bei Versace gab es enge Kleider aus Seidenjersey zu sehen, die sich wie Schlangenhäute an die Körper schmiegten. Die hellen Kleider von Dior wirkten so leicht, als wären die Models nur von einer Wolke umhüllt.

Karl Lagerfeld präsentierte für Chanel pastellfarbene, taillierte Tweedkostüme, die die Models wie Libellen erscheinen ließen. Jean-Paul Gaultier ahmte mit seinen Entwürfen Schmetterlinge nach und setzte auf filigrane Stoffe. Bei Häusern wie Chanel und Dior kamen einige Models mit Sportschuhen auf den Laufsteg, bei Schiaparelli spazierten sie in flachen Sandalen.