Heavy-Metal-Konzert in der Beat-Baracke Ein König wie aus den alten Sagen

Gleich drei extraharte Bands sind in der  Beat-Baracke aufgetreten. Hier im Bild: Die Power Metal-Formation „Hammer King“ aus dem Raum Kaiserslautern. Ebenfalls gespielt haben „Hornado“ aus Bonn und „Steel Messiah“ aus Ulm. Foto: Daniela Strohmaier
Gleich drei extraharte Bands sind in der Beat-Baracke aufgetreten. Hier im Bild: Die Power Metal-Formation „Hammer King“ aus dem Raum Kaiserslautern. Ebenfalls gespielt haben „Hornado“ aus Bonn und „Steel Messiah“ aus Ulm. Foto: Daniela Strohmaier

Gleich drei Bands sind in der Beat-Baracke aufgetreten. Die Fans feierten die Heavy Metal-Formationen – die Organisatoren müssen aber am Ende drauflegen.

Leonberg - Titan Fox groovt über die Bühne der Leonberger Beat-Baracke. Die Windmaschine wirbelt mit Druck Luft in seine langen Haare. Der Musiker schüttelt sie, grinst breit. Dann sucht Titan Fox den Blickkontakt zum Publikum. Er hebt die Gitarre über die Besucher, fordert sie auf, das Instrument zu berühren. Kurz darauf rockt er schon zurück zum Mikro und singt: „I am the lord of metal, a sworn long distance runner ...“ Die Heavy Metal-Fans vor der Bühne recken ihre Hände nach oben, viele von ihnen können den Text mitsingen.

Titan Fox ist der Frontmann der Band Hammer King. Die Formation aus Kaiserslautern ist in die Beat-Baracke gekommen zum ersten „Heavy Metal Meltdown“ – zu deutsch „Heavy Metal-Kernschmelze“. Das Konzert organisierte der Leonberger Verein Angelhill Warriors in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus, neben den Pfälzern treten die Heavy Metal-Bands Hornado aus Bonn und Steel Messiah aus Ulm auf.

Songtexte handeln von großen Heldentaten

Der Hammer King, das ist ein König wie aus alten Sagen. Er ist mächtig, er ist gütig, er ist tapfer. Noch dazu trägt er einen gewaltigen Streithammer – König Robert Baratheon aus der Erfolgsserie „Game of Thrones“ lässt grüßen. Die Abenteuer dieser legendären – und natürlich rein fiktiven – Figur besingen die Musiker mit Inbrunst, sie spielen kräftigen und epischen Power Metal a la Blind Guardian, Gamma Ray und Manowar. Die Songtexte handeln dementsprechend von großen Heldentaten, vom Kampf Gut gegen Böse. Verspielte Fantasygeschichten sind es, ein bisschen so, als würde man Themen a la Tolkien mit harten Gitarrenriffs unterlegen.

Rotziger ist die Musik der Rheinländer von Hornado. Die Band gibt es schon seit dem Jahr 2005. Die fünf Musiker frönen dem klassischen Heavy Metal. Sie treten als zweites auf und knallen dem Publikum Bretter wie „Wild Temple“ und „Tesla Power“ um die Ohren.

Lob für den Sound im Jugendhaus

Und das Publikum: Zu Höchstzeiten stehen nur gut 30 Besucher vor der Bühne. „Das haben wir uns etwas anders vorgestellt“, sagt Tobias Hohmann, der Schriftführer der Angelhill Warriors. Der Leonberger Verein zur Förderung der Musikkultur werde am Ende finanziell drauflegen, bedauert Hohmann. „Obwohl wir jede Menge Werbung gemacht und tolle Bands geholt haben“, sagt der Schriftführer.

Nun werde der Verein, der 2015 gegründet wurde und im Musikgeschäft „Die Tonleiter“ in Eltingen regelmäßig musikalische Nachmittage mit Kaffee und Kuchen anbietet (Heavy Metal für die ganze Familie), in Ruhe überlegen, was beim nächsten Mal noch verbessert werden könnte. Für die Helfer des Vereins und der Beat Baracke gibt es dennoch viel Lob, die anwesenden Musiker sind zufrieden mit Bewirtung und dem Sound im Jugendhaus „Es hat wirklich alles super geklappt, wir hatten jede Menge Spaß“, sagt beispielsweise Sänger Marius Maelstrom von Steel Messiah, die das Konzert eröffnet haben.

Die Ulmer haben 2016 ihre EP „Of Laser and Lightning“ veröffentlich. Sie sind gerade dabei, sich in der Metalszene im südwestdeutschen Raum einen Namen zu machen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir nach Leonberg in die Beat-Baracke eingeladen wurden“, betont der Sänger.




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