Haltbar machen im Gefrierschrank Hefe einfrieren und auftauen

Von Lukas Böhl  

Erfahren Sie hier, wie Sie Frisch- und Trockenhefe einfrieren und wie Sie sie vor dem Backen wieder auftauen. So wird kein Gramm verschwendet.

So frieren Sie Hefe ein. Foto: tamkor / shutterstock.com
So frieren Sie Hefe ein. Foto: tamkor / shutterstock.com

Kann man Hefe einfrieren?

Ja. Sowohl frische Hefe als auch Trockenhefe können Sie in der Originalverpackung einfrieren. Ist diese bereits geöffnet, füllen Sie die Hefe in ein anderes Behältnis um. Hefewürfel sollten beim Einfrieren nicht dicht an dicht liegen, da sie sonst aneinander festkleben.

Wie ist die Haltbarkeit von Hefe nach dem Einfrieren?

Hefe kann durch Einfrieren bis zu 6 Monate haltbar gemacht werden. Notieren Sie am besten das Einfrierdatum, um die Hefe zeitig aufzubrauchen.

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Stirbt die Hefe beim Einfrieren?

Tatsächlich sterben die Hefezellen beim Einfrieren mit der Zeit ab, da sich Eiskristalle in ihnen bilden. Auf die Triebkraft hat dies zunächst keinen Einfluss. Hier spielt jedoch die Zeit eine Rolle. Je länger die Hefe eingefroren bleibt, desto geringer ist die Triebkraft nach dem Auftauen. Sie sollten die Hefe aus diesem Grund nicht länger als sechs Monate im Gefrierfach lassen. Achten Sie außerdem darauf, die Hefe so frisch wie möglich einzufrieren, sodass möglichst viele aktive Zellen enthalten sind. Übrigens lässt sich eingefrorene Hefe nach dem Auftauen schwerer vermehren als frische Hefe, da viele Zellen abgestorben sind.

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Eingefrorene Hefe auftauen

Sie können die Hefe zum Auftauen entweder am Vortag in eine tiefe Schüssel legen und diese über Nacht in den Kühlschrank stellen oder sie je nach Rezept direkt der (am besten warmen) Flüssigkeit zum Backen hinzugeben.

Hefe nach Auftauen flüssig

Es kann sein, dass die Hefe nach dem Auftauen etwas flüssiger ist als zuvor, daher sollten Sie sie beim Auftauen im Kühlschrank auch in eine Schüssel oder einen tiefen Teller legen. Auf die Anwendung und Triebkraft hat das jedoch keine Auswirkung.

Woran erkennt man, ob die Hefe noch Triebkraft hat?

Nach dem Auftauen können Sie durch einen kleinen Test herausfinden, ob die Hefe noch Triebkraft hat:

  • Füllen Sie lauwarmes Wasser in ein Glas.
  • Lösen Sie einen Teelöffel Zucker darin auf.
  • Geben Sie einige Stücke Hefe hinein.

Sollte die Hefe noch Triebkraft haben, schwimmt sie nach etwa 2 bis 3 Minuten nach oben. Bleibt Sie am Boden des Glases, ist sie nicht mehr frisch. Verwenden Sie neue Hefe für Ihren Teig.

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