Hegel-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen Abschied und Begrüßung zugleich

Zum Abschied hat die Rektorin Barabara Graf ein Foto mit allen Schülern des Hegel-Gymnasiums geschenkt bekommen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Zum Abschied hat die Rektorin Barabara Graf ein Foto mit allen Schülern des Hegel-Gymnasiums geschenkt bekommen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Auch wenn die Schulleiterin des Hegel-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen, Barbara Graf, sich in den Ruhestand verabschiedet, wird ihr Leitbild durch den neuen Rektor Frank Bäuerle weitergeführt werden.

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Vaihingen - Wenn Barbara Graf auf die zehn Jahre als Rektorin am Hegel-Gymnasium zurückblickt, erzählt sie nicht von ihrem Wirken. Stattdessen steigt sie bei ihrer Verabschiedung am vergangenen Mittwochabend mit einer Geschichte aus ihrer Vergangenheit über einen Schüler in ihre Rede ein. Dieser habe eigenständig ein Projekt initiiert und sei dabei über sich hinaus gewachsen. „Ich wünsche mir für jedes Kind, dass es gesehen wird“, schloss Graf ihre Erzählung ab. Am Mittwochabend war jeder Stuhl in der Aula des Hegel-Gymnasiums besetzt. Lehrer, Eltern, Schüler und Wegbegleiter waren gekommen, um die derzeitige Rektorin zu verabschieden und den neuen Schulleiter Frank Bäuerle zu begrüßen.

Der Schüler steht im Mittelpunkt

Es wird noch klarer, dass der einzelne Schüler für Graf immer im Mittelpunkt stand, wenn man die Herzlichkeit wahrnimmt, mit der sie die Schülersprecher verabschiedet. Zum Dank für die vergangenen Jahre schenkten diese ihr ein Schulfoto, dass alle Schüler des „Hegels“ heimlich während Grafs Abwesenheit aufgenommen hatten. Darauf halten die Schüler rote Din-A-4-Blätter hoch: Diese bilden ein Herz. Gerührt umarmte sie die beiden Schülersprecher. „Wertschätzung ist ein Infusionsschlauch für gelingendes Lernen“, sagte die Noch-Rektorin.

Um diese an der Schule zu fördern, initiierte Graf das Projekt „Motzt du noch oder grüßt du schon?“. Außerdem überarbeitete sie gemeinsam mit Schülerschaft, Kollegium und Eltern das Leitbild. Im Hegel-Gymnasium soll nicht nur der Schüler als Individuum im Vordergrund stehen. Zudem sollen auch die Eltern stets in das Lernen eingebunden werden.

Projekte mit Schülern, Eltern und Lehrern

„Am meisten im Gedächtnis bleibt mir, dass es uns gut gelungen ist, gemeinsam mit Schülern und Eltern Projekte zu initiieren“, sagte Graf. Anja Nolte, Mitglied der Schulfamilie, nahm die Beziehung zwischen Schulleitung und Eltern immer positiv wahr. Die Rektorin zeichne sich durch Präsenz, Diskussionsfreude, Gesprächsbereitschaft und ihr großes Engagement aus: „Es war immer eine Kultur der offenen Türen und der offenen Ohren.“

Auch die Elternbeiratsvorsitzende Gabriele Raff lobte in ihrer Rede Grafs Engagement. Es sei ihr immer darum gegangen, das bestmögliche Ergebnis zu erlangen.

Den unermüdlichen Einsatz für die Schule bekam Schulbürgermeisterin Isabel Fezer oft zu spüren. Sie erlebte Graf in ihrem Einsatz für die Sanierung der Schulen oder für mehr Personal als „laut, hartnäckig, insestierend, penetrant und – Frau Graf, nehmen sie es mir ab – auch erfolgreich“. Sie sei tief beeindruckt davon, was Graf alles für die Schule geleistet habe.

Bäuerle tritt in große Fußstapfen

Die Redner wurden an diesem Abend nicht müde zu betonen, dass der zukünftige Rektor Bäuerle bei seinem Amtsantritt am 1. August in große Fußstapfen trete. „Er wird ein guter Schulleiter werden, wird seine eigenen Ideen entwickeln und auch an das anknüpfen, was wir gemacht haben“, sagte Graf. Für Bäuerle ist es selbstverständlich, das Werk der Rektorin ein Stück weit fortzusetzen: „Ich habe viel von ihr gelernt: Zum Beispiel, eine Schule partizipativ zu führen.“ Manch einer würde erwarten, Bäuerle freue sich nun auf die Ferien. Das ist falsch. „Am meisten freue ich mich auf den ersten Schultag nach den Ferien, wenn wir uns alle in der Turnhalle treffen.“




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