Heimat Stuttgart: Stammheim in Zahlen Die meisten Autos in der ganzen Stadt

Mit Stammheim verbinden Auswärtige in erster Linie die Justizvollzugsanstalt. Foto: factum/Weise
Mit Stammheim verbinden Auswärtige in erster Linie die Justizvollzugsanstalt. Foto: factum/Weise

Stuttgart-Stammheim - In Stammheim ist die Welt noch in Ordnung – oder zumindest ein bisschen mehr als in manch anderem Stadtbezirk. Da sich in dem alten Bauerndorf mit seinen fruchtbaren Lößböden wenig Industrie angesiedelt hat, konnte Stammheim die alte Struktur weitgehend bewahren und ist weiterhin vor allem ein Ort zum Wohnen und Leben. Und zwar im besten Sinne. Stammheim ist keine Schlafvorstadt, sondern hat eine eigene ausgeprägte Geschichte, besitzt schöne Wohnquartiere und kann eine gute soziale Struktur vorweisen. So lag die Arbeitslosigkeit 2011 in Stammheim bei 5,3 Prozent und damit zwei Prozentpunkte unter dem stadtweiten Durchschnitt. Nur Degerloch und Vaihingen hatten bessere Quoten.

Auch der hohe Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser legt nahe, dass Stammheim ein gutes Wohnumfeld bietet: Während es im Schnitt in Stuttgart nur knapp 50 Prozent an Einfamilienhäusern gibt, sind es in Stammheim mehr als 60 Prozent. Allerdings: der nördlichste Stadtbezirk mit seinen knapp 12 000 Einwohnern gehört nicht zu den exquisiten Wohnlagen der Reichen und Schönen in Stuttgart. Im Gegenteil: das Jahreseinkommen der Einwohner liegt mit 23 623 Euro sogar etwas unter dem Schnitt. In Stammheim ist also eher die Mittelschicht stark ausgeprägt.

Und: Stammheim ist ein junger Stadtbezirk. Das liegt vermutlich an den beiden großen Neubaugebieten Stammheim-Süd und Sieben Morgen. Nach Weilimdorf und Obertürkheim ist Stammheim jedenfalls der Stadtbezirk mit dem dritthöchsten Kinderanteil. Und noch in einem anderen Bereich ist Stammheim spitze: In keinem anderen Stadtbezirk sind so viele Autos pro 1000 Einwohner angemeldet. Warum Stammheim fast ein Viertel mehr Autos aufweist, kann niemand so richtig erklären. In Zuffenhausen und Untertürkheim, wo Porsche und Daimler produzieren, sind es jedenfalls deutlich weniger.