Heimkind soll Begräbnis der Mutter zahlen Abgerechnet wird zum Schluss

„Ich habe von dieser Frau nie etwas in meinem Leben gehabt“, sagt der  58-jährige Klaus Dörr über seine leibliche Mutter Foto: Lichtgut/Julian Rettig 2 Bilder
„Ich habe von dieser Frau nie etwas in meinem Leben gehabt“, sagt der 58-jährige Klaus Dörr über seine leibliche Mutter Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Klaus Dörr wuchs im Heim und in einer Pflegefamilie auf. Mit seiner Mutter hat ihn nie mehr als der Nachname verbunden. Nun soll er 3000 Euro für ihre Beisetzung bezahlen.

Stuttgart - Gerade als Klaus Dörr erzählen will, wie ihn seine Vergangenheit nach fast 50 Jahren eingeholt hat, merkt er: Das Bild fehlt. Es steckt nicht in seiner Tasche, ist auch nicht zwischen die Seiten eines Schnellhefters mit den Unterlagen vom Jugendamt gerutscht. „Wo hab ich es nur?“, murmelt er. Eben war er einkaufen. Liegt das Foto womöglich irgendwo an der Supermarktkasse, zur Seite gelegt beim Wegpacken der Einkäufe? Dörr entschuldigt sich und eilt mit großen Schritten aus dem Raum.

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