Heimsheim Der Radweg soll breit genug sein für die Landwirte

Von Kathrin Klette 

Die Pläne für die Verbindung nach Perouse haben sich aufgrund von Corona verzögert.

Parallel zur Landesstraße 1179 soll künftig der neue Radweg führen. Foto: Andreas Gorr
Parallel zur Landesstraße 1179 soll künftig der neue Radweg führen. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Die Fahrt von Heimsheim nach Perouse und zurück ist für Radfahrer weiterhin kein Zuckerschlecken – entweder es geht entlang der viel befahrenen Landesstraße oder über zum Teil holprige Waldwege. Der Wunsch nach einem straßenbegleitenden Radweg besteht seit vielen Jahren. Doch erst vor Kurzem hat das Regierungspräsidium – das Land ist für den Bau zuständig – dem Weg in seiner jetzigen Form, also einer straßenbegleitenden Lösung, zugestimmt.

Die Planungen hatten bereits begonnen. Organisiert werden sie von der Stadt, die Kosten übernimmt das Land. Doch aufgrund der Corona-Pandemie und weiterer Schwierigkeiten hat sich alles weiter verzögert, berichtete der Bauamtsleiter Andor Varszegi im Gemeinderat. Trotzdem soll es bald konkreter werden. Bereits in einer der kommenden Sitzungen sollen Details zur Planung und Wegeführung vorgestellt werden.

Viele neue Voraussetzungen

„Wir haben mit einem Ingenieurbüro zusammengearbeitet, aber aufgrund eines Personalwechsels konnte es das Projekt nicht fortführen“, erklärt Andor Varszegi. „Wir mussten dann ein anderes Büro suchen, das bereit ist, ein angelaufenes Projekt fortzuführen. Das ist gar nicht so einfach.“ Das Ingenieurbüro Schädel aus Weil der Stadt hat das Projekt Ende 2019 übernommen. „Der neue Projektleiter musste sich natürlich erst einarbeiten.“ Die Kostenübernahme durch das Land musste ebenfalls noch geklärt werden. „Und für mich war das Ganze ja auch neu.“ Nach einer längeren Übergangszeit hat Andor Varszegi zum Jahreswechsel die Amtsleitung von seinem Vorgänger Paul Moch übernommen.

Eine größere Änderung im Vergleich zum Originalentwurf hat sich bereits ergeben. „Wir hätten ihn auch eins zu eins übernehmen können, das hätte funktioniert“, so Varszegi. Doch die Akzeptanz des Projekts wäre mit Sicherheit größer, wenn der Weg breit genug ist, dass auch landwirtschaftlicher Verkehr darauf möglich ist. Das sei bedeutsam, wenn es um den Kauf der Grundstücke geht. „Aber es bleibt weiterhin ein straßenbegleitender Weg, die Achse wurde dafür nur leicht verändert.“ Im März noch fanden ergänzende Vermessungen und Berechnungen statt, „dann kam leider Corona“. Und es gab die nächste Verzögerung. Trotzdem seien die Pläne weit genug fortgeschritten, dass sie in der Sitzung Ende Juni dem Gemeinderat vorgestellt werden können. Eine Zeitachse für das Projekt insgesamt sei schwer anzugeben. „Das ist immer schwierig, wenn es um Grundbesitz geht.“ Aber sobald der Gemeinderat sein erstes Okay gegeben hat, könne die Stadt in die Grundstücksverhandlungen einsteigen.




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