Heimsieg des TVB Stuttgart Geheimrezept: Flügelzange

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Matchwinner Sascha Pfattheicher vom TVB Stuttgart spricht über die seine Effizienz in der Partie gegen die MT Melsungen und das Zusammenspiel mit Patrick Zieker.

Sascha Pfattheicher springt an zu einem seiner neun Tore im Spiel gegen Melsungen. Foto: Baumann
Sascha Pfattheicher springt an zu einem seiner neun Tore im Spiel gegen Melsungen. Foto: Baumann

Stuttgart - Neun Mal angesetzt, neun Mal verwertet: Mit hundertprozentiger Effizienz hat sich Sascha Pfattheicher (TVB) beim 31:28-Erfolg gegen die MT Melsungen am Donnerstagabend zum Matchwinner gekrönt. Dem TVB Stuttgart hat der Rechtsaußen damit zum dritten Sieg in der Handball-Bundesliga in Folge verholfen – ein Novum in der Vereinsgeschichte.

Herr Pfattheicher, können Sie sich denn erinnern, wann Sie das letzte Mal neun Tore in einem Pflichtspiel erzielt haben?

Ja, das war glaube ich letzte Saison im letzten Spiel gegen Erlangen – aber das war jetzt schon noch einmal etwas Besonderes. Damals haben wir knapp verloren, dieses Mal 31:28 gewonnen.

Woran lag es, dass es am Donnerstag, immerhin gegen den Europacup-Teilnehmer MT Melsungen, so gut lief?

Sicher waren die Ballgewinne verbunden mit den Kontern ein Stück weit Taktik, aber am Ende gehört auch immer etwas Glück dazu, dass man die Bälle bekommt. Zuletzt hat sie oft Patrick Zieker erhalten, heute war ich es. Super gelaufen. Aber in erster Linie freue ich mich für die Mannschaft über den total verdienten Sieg.

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Die Flügelzange ist also in den letzten Wochen schon so etwas wie das Erfolgsgeheimnis?

Auf jeden Fall. Wir verstehen uns super und wir harmonieren super. Für ihn lief es zu zuletzt hervorragend, bei mir geht es jetzt hoffentlich auch so weiter. Wir haben ja auch immer schon mal den Außen-Kempa eingestreut, auch wenn es zuletzt nicht so häufig der Fall war. Aber das könnte schnell mal wieder kommen.

Was nehmen Sie sich persönlich noch für die Saison vor?

Gegen Melsungen war ein super Anfang. Auf neun Toren kann man aufbauen, wenn möglich will ich jedes Spiel so abliefern.

Und hoffen, dass wie bei Patrick Zieker mal ein überraschender Anruf des Bundestrainers kommt?

Daran denke ich momentan nicht. Das ist sicher ein Traum – aber aktuell noch kein Thema für mich.

Und wie viel Tore machen Sie am Sonntag gegen den THW Kiel?

Gute Frage. Ich hoffe wieder neun. Aber ich bin auch schon mit zwei, drei zufrieden – wenn wir gewinnen. Und man hat ja schon im Pokal gesehen, dass wir auf jeden Fall mithalten können.