Wer Romantik sucht, findet im Winter die vielleicht schönste Kulisse für den großen Tag. Zwischen funkelnden Lichtern, glitzerndem Schnee und festlicher Stimmung entfaltet eine Winterhochzeit ihren ganz besonderen Zauber.

Winterhochzeiten haben in den vergangenen Jahren einen ganz eigenen Reiz entwickelt und sind längst mehr als nur eine ungewöhnliche Alternative zur klassischen Sommerfeier. Kerzenschein, verschneite Landschaften und die besondere Stimmung der kalten Jahreszeit schaffen eine Atmosphäre, die in anderen Monaten kaum zu finden ist. Was eine Winterhochzeit ausmacht und wieso sie zum heißen Thema wird, gibt es hier zum Nachlesen.

 

Was spricht für eine Winterhochzeit?

Dass Winterhochzeiten nicht zur Hauptsaison gehören, bringt überraschend viele Vorteile mit sich – vor allem durch die entspannte Ruhe der Nebensaison.

Bessere Terminverfügbarkeit: In den Wintermonaten sind viele Dienstleister flexibler – dadurch steigen die Chancen, den gewünschten Dienstleister buchen zu können und es vereinfacht gleichzeitig auch die Planung einer Spontanhochzeit.

Kostenersparnis: Dadurch, dass Dienstleister in Wintermonaten weniger gefragt sind, bieten viele in dieser Zeit günstigere Preise an.

Besondere Atmosphäre: Im Winter wird es früher dunkel. In Kombination mit einer magischen Kulisse aus Schnee, Lichterketten oder Kerzenschein entsteht so eine atemberaubende Atmosphäre.

Mehr Gäste: In den Sommermonaten sind viele potenzielle Gäste durch Urlaub oder Veranstaltungen verplant. Im Winter erhöht sich also die Chance auf zahlreiches Erscheinen.

Winterhochzeiten bleiben in Erinnerung: Alles, was außergewöhnlich ist, prägt sich ein – und das gilt auch für Hochzeiten. Während man im Sommer nur eine unter vielen ist, steht man im Winter meist ganz allein im Mittelpunkt.

Die richtige Location im Winter

Im Winter spielt die Wahl der passenden Hochzeitslocation eine besondere Rolle, denn sie bestimmt nicht nur die Atmosphäre, sondern auch den Komfort der Gäste. Besonders wichtig ist es darauf zu achten, dass die Location beheizt wird, damit sich die Gäste wohlfühlen. Wer es märchenhaft liebt, findet in einem Schloss oder einer Burg die ideale Kulisse – festliche Säle und knisterndes Kaminfeuer sorgen für ein warmes Ambiente. Besonders urig wird es in einer Berghütte oder einem Chalet, wo die Schneelandschaft vor der Tür zur romantischen Bühne wird. Viel Licht und ein Hauch Natur bieten Wintergärten oder Gewächshäuser, die selbst bei frostigen Temperaturen ein Gefühl von Frühling versprühen. Wer Wert auf Eleganz legt, kann in einem Luxushotel oder Spa-Resort feiern, das neben einem glamourösem Rahmenprogramm auch Entspannung anbietet. Und manchmal ist eine Scheune oder ein Weingut die richtige Wahl – dort trifft rustikaler Charme auf festliche Stimmung.

Das perfekte Outfit für den besonderen Tag

Das passende Brautkleid für eine Winterhochzeit zu finden, sorgt nicht selten für Kopfzerbrechen. Schließlich scheinen einem bei der Recherche nur Kleider für eine Sommerhochzeit über den Weg zu laufen. Aber der Trick ist es nicht, andere Kleider zu suchen, sondern sich ergänzende, wärmende Accessoires zu besorgen. Benötigt werden diese auch nur für Fahrtwege, Portraitfotos im Freien oder Glückwünsche nach der kirchlichen Trauung. Hier ein paar Ideen, um sein Outfit um wärmende Elemente zu erweitern:

 
  • Brautpullover
  • Strickjäckchen
  • weißer Mantel
  • mit Fell gefütterte Jeansjacke
  • Bolero aus Kunstfell
 

Bonustipp: Was sich unter dem Kleid befindet, sieht niemand. Deshalb sind Thermoleggings optimal, um Wärme zu speichern.

Die Männer haben es da outfittechnisch leichter. Durch die Wahl eines dickeren Stoffs für den Anzug lässt sich die Kälte ganz einfach bekämpfen. Woll- und Samtsakkos in dunkleren Farben wie Dunkelgrün, Navy oder Bordeaux bestechen zusätzlich durch ihre winterliche Optik.

Deko-Ideen für die Winterhochzeit

Besonders stimmungsvoll wirkt ein Sternen-Konzept: Silberne Sterne entlang des Traugangs oder als Stuhldekoration schaffen funkelnde Highlights, die mit Lichterketten und einer Discokugel wie eine kleine Sternennacht wirken.

Wer es nostalgisch mag, kann mit alten Skiern, Schlittschuhen oder Schlitten vom Flohmarkt eine charmante Vintage-Atmosphäre erzeugen, die sich wunderbar mit Baumscheiben und Blumenarrangements auf den Tischen ergänzen lässt.

Eine märchenhafte Winterwald-Stimmung entsteht, wenn Zweige mit Kunstschnee und Glitzer geschmückt werden. Erweitert um Spiegelplatten auf den Tischen entsteht die Optik von kleinen Eis-Seen, die das Kerzenlicht stimmungsvoll reflektieren.

Sehr natürlich und doch festlich wird es mit Tannenbäumen und -zapfen, die sich als Eingangsschmuck, Tischdekoration oder sogar als Platzkartenhalter einsetzen lassen.

Ein außergewöhnlicher Hingucker ist ein Blumenmeer aus Christsternen, die den Mittelgang oder Eingangsbereich säumen und zugleich als Geschenk an die Gäste weitergegeben werden können.

Diese Farbkombinationen verleihen der Hochzeit das gewisse Etwas

Einen modernen Akzent setzen Blau und Grau, die mit Eleganz eine stilvolle Winterstimmung erzeugen. Dagegen sorgt die Kombination aus Dunkelgrün und Kupfer für ein behagliches Ambiente, das sofort an ein knisterndes Kaminfeuer denken lässt. Besonders festlich wirkt Bordeaux in Kombination mit Gold – da errötet selbst der Glühwein vor Neid. Auch die Farbkombination aus Weiß undSilber schafft auf jeder Winterhochzeit einen eleganten und frostigen Look.

Kulinarik im Winter

Im Sommer stehen leichte Speisen und erfrischende Getränke im Mittelpunkt. Wer hingegen herzhafte und festliche Gerichte bevorzugt, kommt bei einer Winterhochzeit voll auf seine Kosten. Saisonale Genüsse, wie gebratene Gans, Süßkartoffel-Lasagne, Rotkohl, Kürbissuppe oder Spekulatius-Tiramisu, sind echte Highlights auf jeder Feier. Auch ein Käsefondue an jedem Tisch mit Kaiserschmarrn als Nachspeise lässt sich wunderbar umsetzen.

Statt Aperol Spritz oder einen Hugo sind Glühwein und Punsch Klassiker für einen Aperitif auf Winterhochzeiten. Auch eine Heiße Schokolade kann die Kälte aus den Körpern zaubern. Wer seinen Gästen ein besonderes Angebot bereithalten möchte, richtet ihnen eine Tee- oder Kaffee-Bar mit winterlichen Aromen wie Vanille oder Zimt ein.

Fotografie in den Wintermonaten

Viele Paare wünschen sich an ihrem Hochzeitstag ein First-Look-Shooting. Weil die Tage im Winter kurz sind und das natürliche Licht nur bis etwa 16 Uhr optimal ist, sollte das First-Look-Shooting bereits gegen zehn oder elf Uhr stattfinden. So bleibt nach der Trauung genügend Zeit, um in Ruhe auch die Gruppenfotos aufzunehmen.

Auch wenn sich die Natur im Winter nicht in voller Blüte zeigt, entstehen dennoch märchenhafte Kulissen – etwa in Parkanlagen mit Tannenbäumen oder funkelnden, gefrorenen Wiesen. Häufig zaubert auch Nebel eine einzigartige, verträumte Stimmung. In städtischer Umgebung wiederum bieten atmosphärische Beleuchtung, Straßenlaternen oder eindrucksvolle Architektur stimmungsvolle Fotospots.

Ein besonderes Highlight im Winter: die blaue Stunde. Kurz nachdem die Sonne untergegangen ist, taucht der Himmel in ein leuchtendes Blau und bietet einzigartige Motive für das Hochzeitsfoto.


Funkelnde Lichter, warmer Kerzenschein und festliche Stimmung – Winterhochzeiten heben sich deutlich von Hochzeiten in anderen Jahreszeiten ab. Der besondere Reiz liegt in der Kombination aus romantischer Atmosphäre, einer einzigartigen Kulisse und dem Gefühl, etwas wirklich Unvergessliches zu schaffen. Auch wenn es zwischenzeitlich mal kalt ist, wird es einem durch die schöne Feier ganz schnell warm ums Herz.