Einen besseren Start kann man sich als Eventlocation nicht wünschen: Es ist noch kein Jahr her, dass im Achtwerk die erste Hochzeit gefeiert wurde. Bereits im Frühjahr ist die Veranstaltungsfläche in Rudersberg beim „Wedding Award Germany“ von einer unabhängigen Jury der Branche zur besten Location für Hochzeitsfeiern gekürt worden. „Dabei durften wir erst so kurz unser Handwerk zeigen“, sagt Gründer Serdar Vona immer noch ein wenig ungläubig.
Dieser Erfolg hilft auch darüber hinweg, dass das Achtwerk mitten in der Coronapandemie eröffnen wollte und lange nicht so loslegen konnte, wie es sich das Team um Serdar Vona vorgenommen hatte. Der 39-Jährige war es, der das Gebäude vor vier Jahren entdeckt hat. Am Konzept einer perfekten Location hatte er zuvor bereits mit Koch Timucin Kul gefeilt. Beide kannten sich von Events: „Aber Veranstaltungen immer an anderen Orten zu organisieren, war anstrengend. Und wir wollten etwas Eigenes verwirklichen“, sagt Timucin Kul.
Ein Fabrikgebäude mit spannender Architektur
Das ehemalige Fabrikgebäude in Rudersberg hat Serdar Vona sofort angesprochen – auch wenn es sich damals eher im Zustand eines ungeschliffenen Diamanten befand. „Ich habe sofort gesehen, wie die Aufteilung sein könnte, was daraus werden könnte.“ Tatsächlich: ein wahres Schmuckstück.
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Ungewöhnlich und ansprechend ist schon einmal die Form des Gebäudes, das aus drei achteckigen Teilen besteht. Dass hier einmal die Häfner Metallwerke beheimatet waren, ist nur noch dem Original-Fabrikboden anzusehen: Furchen, Markierungen und Macken zeugen von der produktiven Vergangenheit des Ensembles. „Wir haben den Boden nur lasiert, mehr nicht“, sagt Geschäftsführer Timucin Kul.
Industriecharme gepaart mit dem Blick ins Grüne
Umso mehr Aufwand wurde bei der restlichen Innenarchitektur der fast 900 Quadratmeter großen Veranstaltungsfläche betrieben. Die einst knallgelben Stahlträger wurden schwarz angestrichen, die Wände mit Klinkerfassaden versehen. Elf Meter hoch ist die Decke, fast ebenso hoch sind manche der neuen Glasfronten. Zum Industriecharme gesellt sich ein unfassbar schöner Blick hinaus ins Wieslauftal und ins Grüne – das Achtwerk liegt am Ortsrand.
Aber nicht nur das Ambiente soll dafür sorgen, dass Paare im Achtwerk ihre Traumhochzeit feiern können. „Wir wollen unseren Gästen wie Freunden begegnen, wollen ein Wohnzimmer-Gefühl schaffen“, sagt Timucin Kul, der für den gastronomischen Part zuständig ist. Um das Paket komplett zu machen, ist mit Serpil Vona eine zertifizierte Hochzeitsplanerin mit an Bord. Wenn gewünscht, ist also eine Planung aus einer Hand möglich. „Aber uns ist die Individualität sehr wichtig“, sagt Serdar Vona. Deswegen können die Kunden ihre eigenen Ideen und Partner mitbringen, sei es beim Catering oder bei der Deko. „Wir haben uns gefragt, was uns selbst bei Feiern nicht gefallen hat und haben das geändert“, erzählt Timucin Kul. Deswegen gibt es beim Achtwerk zum Beispiel kein Tellergeld und keine Nachtzuschläge bei den Kosten fürs Personal.
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Ort und Konzept kommen an. „Wir haben beschlossen, noch keine Reservierungen für 2025 anzunehmen“, erzählt Serpil Vona. Weil viele Paare sich ein bis zwei Jahre Zeit für die Hochzeitsplanung nehmen, sind 2023 und 2024 schon gut gebucht. Die meisten Kunden kommen aus der Region Stuttgart, „aber wer so feiern will, wie er es sich vorstellt, der fährt auch anderthalb Stunden“, sagt Serdar Vona, der mit der örtlichen Hotellerie zusammenarbeitet. „Das ist hier ein sehr gutes Miteinander, auch mit der Gemeinde“, sagt der gebürtige Murrhardter, der mit Frau Serpil mittlerweile nach Rudersberg gezogen ist. Während an den Wochenenden vor allem private Veranstaltungen stattfinden, wird das Achtwerk unter der Woche von Firmen gebucht – etwa für Produktpräsentationen. Und alle acht Wochen feiert Treffpunkt C im Achtwerk Gottesdienst. Das Küchenteam bewirtet mittlerweile nicht nur eigene Veranstaltungen, sondern ist auch im Bereich Catering unterwegs. „Wir sind schnell gewachsen, haben inzwischen 52 Mitarbeiter“, erzählt Serdar Vona, der sich vorstellen könnte, das Unternehmen um eine weitere Location zu erweitern. Allerdings unter einer Voraussetzung: „Wir wollen keine Fließbandarbeit, sondern wir wollen unserer Handschrift treu bleiben.“
Weitere Infos finden Sie im Internet unter: www.achtwerkevents.de.