Die Heizölpreise fallen zum Wochenbeginn talwärts. Hauptgrund ist der aktuelle Beschluss der OPEC+. Ein Blick auf die Zahlen vom 05. Mai 2025.

Digital Desk: Matthias Kemter

Die Heizölpreise in Deutschland sind zum Wochenstart deutlich gefallen. Verantwortlich dafür ist vor allem eine Entscheidung der OPEC+, ihre bisherigen Förderkürzungen schneller als geplant zurückzunehmen, was zu einem Überangebot auf dem Markt führt. Ein Barrel Brent-Rohöl kostet aktuell rund 60 US-Dollar – so günstig war Öl zuletzt 2021. Zusätzlich drücken geopolitische Spannungen, neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte und Unsicherheiten im Handelskonflikt zwischen den USA und China auf die Ölpreise. Auch die wirtschaftliche Lage in China sorgt für Zurückhaltung an den Märkten. Insgesamt zeigt sich ein klar fallender Preistrend, was Heizöl aktuell günstiger macht. Ein Überblick über die Lage am 05. Mai 2025.

 

Durchschnittlicher Heizölpreis aktuell: 0,86 € pro Liter
(Stand: 05.05.2025)

Am Montag, dem 05. Mai 2025, sind die Heizölpreise für 100 Liter in Deutschland im bundesweiten Durchschnitt um 0,65 € bzw. -0,75 % auf 86,09 € gegenüber dem Vortag gesunken. Der Preisfall der letzten Woche setzt sich somit trotz der kurzen Erholung am Wochenende auch zum aktuellen Wochenbeginn fort. Die Kombination aus erhöhten Fördermengen der OPEC+ sowie geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten sorgt für weiter fallende Notierungen.

Heizölpreise im Bundesländervergleich

Die Heizölpreise variieren auch zwischen den Bundesländern. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Durchschnittspreise für 100 Liter Heizöl (bei 3.000 Liter Abnahme, inkl. MwSt.) laut esyoil:

Bundesland Ø Heizölpreis (05.05.25)
Baden-Württemberg 88,21 €
Bayern 89,68 €
Berlin 82,47 €
Brandenburg 84,33 €
Bremen 86,49 €
Hamburg 83,95 €
Hessen 87,48 €
Mecklenburg-Vorpommern 87,29 €
Niedersachsen 84,97 €
Nordrhein-Westfalen 83,79 €
Rheinland-Pfalz 87,66 €
Saarland 89,03 €
Sachsen 86,73 €
Sachsen-Anhalt 85,99 €
Schleswig-Holstein 83,65 €
Thüringen 88,01 €

Preisstruktur: So setzt sich der Heizölpreis zusammen

Anhand einer Beispielregion (Südwestdeutschland) ergibt sich laut esyoil aktuell folgende Zusammensetzung des Endverbraucherpreises:

  • 58 % Produktanteil (Rohöl, Raffinerie, Verarbeitung)
  • 36 % Steuern und Abgaben (z. B. CO₂-Steuer, Mehrwertsteuer)
  • 5 % Logistik und Transport
  • 2 % Deckungsbeitrag des Händlers

Fazit: Heizölpreise aktuell fallend

Die Heizölpreise setzen ihren Abwärtstrend auch zum Wochenbeginn fort – maßgeblich getrieben durch die Ausweitung der OPEC+-Fördermengen und die angespannte geopolitische Lage. Für Verbraucher bedeutet das derzeit günstigere Konditionen beim Heizölkauf.