Helge Braun zur Corona-Krise Kanzleramtschef empfiehlt keine Familienfeste im Sommer

Von red/dpa 

Der Sommer wird wohl auch von der Corona-Krise geprägt sein. Daher rät Kanzleramtschef Helge Braun, keine Familienfeste zu planen, um die Gefahr einer Ansteckung gering zu halten.

Kanzleramtschef Helge Braun macht wenig Hoffnung auf kleiner Feste im Sommer. Foto: dpa/Michael Kappeler
Kanzleramtschef Helge Braun macht wenig Hoffnung auf kleiner Feste im Sommer. Foto: dpa/Michael Kappeler

Berlin - Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) rät trotz der leichten Lockerungen der Corona-Maßnahmen davon ab, Familienfeste wie etwa Hochzeiten für den Sommer zu planen. „Bei der aktuellen Lage könne man das nicht empfehlen, sagte er im Interview bei „BILD Live“. „Die Gefahr, dass man sie kurzfristig wieder absagen muss, weil das Virus noch den ganzen Sommer über im Land sein wird, ist einfach zu groß“. Braun ergänzte: „Wenn man eine Veranstaltung macht mit 150 Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet, dann ist das aus der Sicht des Infektionsgeschehens momentan auch nicht gut.“

Die Bundesregierung werde die Lockerungsmaßnahmen alle zwei Wochen präzisieren, betonte er. „Dazu gehört auch zu prüfen, ab wie vielen Teilnehmern eine Veranstaltung untersagt bleibt.“ Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern würden bis August „ganz sicher“ untersagt bleiben.

Die Themen Wirtschaft und Bildung hätten Vorrang vor Freizeitaktivitäten. „Das Wichtigste ist jetzt, dass die Wirtschaft schrittweise wieder läuft.“ Dahinter komme die Öffnung der Schulen und Kitas: „Auch da ist ein langsamer und vorsichtiger Weg zurück in die Normalität zunächst mal das Aller-, Allerwichtigste. Und dann kommt die Frage nach unserer Freizeitgestaltung, und die steht wirklich an dritter Stelle“, sagte Braun.




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