Hella von Sinnen bei Soko Stuttgart Pelzmantel statt Plüschkostüm

Frau von Sinnen fühlt sich in ihrem Kostüm „wie die Ornithologin in Hitchcocks ‘Vögel‘. Wir haben Bilder vom Dreh mitgebracht. Klicken Sie sich durch! Foto: Michael Steinert 52 Bilder
Frau von Sinnen fühlt sich in ihrem Kostüm „wie die Ornithologin in Hitchcocks ‘Vögel‘. Wir haben Bilder vom Dreh mitgebracht. Klicken Sie sich durch! Foto: Michael Steinert

Hella von Sinnen kann auch anders als schrill: Für die Vorabendserie „Soko Stuttgart“ ist sie in die Rolle einer Immobilienmaklerin geschlüpft. Wir waren beim Dreh dabei und haben Bilder mitgebracht.

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Stuttgart - Bei Dreharbeiten zu einer Fernsehserie kann es durchaus turbulent zugehen. Schließlich passiert es schon mal, dass ein Schauspieler seinen Text vergisst, sich einen lustigen Versprecher leistet oder eine Szene einfach nicht wie geplant funktionieren will. Doch besonders viel Spaß scheinen die Darsteller der Krimiserie „Soko Stuttgart“ zu haben, wenn die Komikerin und Schauspielerin Hella von Sinnen mit von der Partie ist. Sie spielt in der Folge mit dem Arbeitstitel „Besetzt!“ die Immobilienmaklerin Fiona Bönisch, die unter Mordverdacht gerät. Am Mittwoch war der erste Drehtag der Entertainerin im Römerkastell. Am Donnerstag steht sie in Bad Cannstatt vor der Kamera.

Für ihre Rolle als Immobilienmaklerin hat von Sinnen ihre sonst eher schrillen Bühnenkostüme gegen Pelzmantel und -mütze getauscht. „Ich finde, ich ­sehe aus wie die Ornitologin in Hitchcocks ‚Die Vögel‘“, scherzt sie am Rande eines Pressetermins. „Aber diese Klamotten helfen mir dabei, mich besser in die Rolle einzufinden.“

Mehr als „lesbisch, dick, Klamauk“

Die Gastrolle bei „Soko Stuttgart“ ist nicht die erste, die Hella von Sinnen in einer Krimiserie spielt. Auch bei der Schwesterproduktion „Soko Köln“ stand sie bereits vor der Kamera. Mit ihren Auftritten in eher ernsthafteren Fernsehformaten will sich die 54-Jährige zwar kein neues Image aufbauen, aber zeigen, dass sie mehr kann, als die Ulknudel zu spielen. „Beim Fernsehpublikum stecke ich in der Schublade ‚lesbisch, dick, Klamauk‘ fest“, sagt sie. „Dabei habe ich Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studiert, lange Theater gespielt und in den Shows mit Dirk Bach teilweise 60 verschiedene Rollen verkörpert.“ Daher, so Hella von Sinnen weiter, freue sie sich über die Möglichkeit, bei der Krimiserie mitspielen zu können.

Mit ihren Kollegen am Drehort versteht sich von Sinnen offensichtlich gut. Sie fühle sich sehr wohl hier, erzählt sie. Lediglich von den vielen Fotografen, die zum Pressetermin ins Römerkastell gekommen sind, ist die Entertainerin sichtlich überrascht. So sehr, dass sie die Pressevertreter sogar selbst mit ihrer Handykamera fotografiert. „Einen solchen Fotografenauflauf habe ich am Set noch nie erlebt – eigentlich nur beim Fernsehpreis“, sagt sie. „Das muss ich unbedingt festhalten.“

Zuhause wartet das Lieblings-Kölsch

Wenn die Dreharbeiten an diesem Donnerstag abgeschlossen sind, kehrt Hella von Sinnen wieder in ihre Heimat Köln zurück. Schon auf den Rückweg freue sie sich, erzählt sie. Denn wenn sie abgeholt werde, warte im Auto ihr Lieblings-Kölsch auf sie.

In der Soko-Folge mit Hella von Sinnen geht es um eine Seniorengruppe, die einen Seniorentreff besetzt, der durch das Immobilienunternehmen von Fiona Bönisch alias von Sinnen luxussaniert werden soll. Einer der Hausbesetzer stirbt an einem absichtlich herbeigeführten Stromschlag. ­Sowohl Bönisch als auch die Senioren selbst geraten unter Mordverdacht. Als sich schließlich herausstellt, dass eine der Hausbesetzerinnen die Tat begangen hat, stehen die Soko-Ermittler aber immer noch vor einem Rätsel, denn die Täterin stand in keiner erkennbaren Beziehung zum Opfer. Die Folge wird voraussichtlich im Oktober oder November dieses Jahres ausgestrahlt. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest.




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