Herrenberg Stadt weist mehr Parkplätze für Anwohner aus

So oder so ähnlich werden auch in Herrenberg die Schilder den Anwohnern und Fremdparkern den Weg weisen. Foto: dpa

In den Bereichen Wengertweg und Wilhelmstraße sowie Berliner Straße wird es aber weiterhin auch Kurzzeitparken geben. An der Gebührenschraube wird nicht gedreht, vorerst wenigstens.

Zu den bisherigen fünf Gebieten in der Herrenberger Kernstadt, in denen es bisher Bewohnerparken gibt, werden sich ab dem Jahr 2027 die Bereiche Wengertweg und Wilhelmstraße sowie Berliner Straße dazukommen. Es gibt dadurch weniger Plätze für „Fremdparker“, die nicht dort wohnen.

 

Für beide Gebiete hat ein externes Fachbüro durch entsprechende Untersuchungen – durch das Projekt „Park.Raum.Check“ des Kompetenznetzwerks Klima Mobil der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg kostenlos für die Stadt – einen hohen Parkdruck festgestellt, der durch Fremdparker ausgelöst wird. Damit ist die Voraussetzung für solche Gebietsausweisungen erfüllt.

Gerade ab diesem Straßen herrscht hoher Druck bei der Parkplatzsuche

Der Gemeinderat hat diesen ebenso einstimmig zugestimmt wie den jeweiligen Regelungen für Kurzzeitparker. Im nahe der Altstadt gelegene Gebiet Wengertweg und Wilhelmstraße können diese montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr Parkscheine an entsprechenden Automaten ziehen. Der Bereich Berliner Straße, in dem es bisher bereits eine kleine Zone mit Anwohnerparken in der Nähe des Schulzentrums Markweg gibt, umfasst zukünftig auch die Straßen, die die Namen der Städte Weimar, Schwerin, Danzig, Königsberg, Rostock, Görlitz und Cottbus tragen. Von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr gilt dort für Kurzzeitparker eine Parkscheibenregelung für zwei Stunden.

Neben dem Nachweis des Parkdrucks durch Fremdparker eröffnet die Novelle der Straßenverkehrsordnung aus 2024 den Kommunen mithilfe eines städtebaulich-verkehrsplanerischen Konzepts eine zweite Möglichkeit, um Bewohnerparken auszuweisen – und zwar dann, wenn die Anwohner selbst einen hohen Parkdruck erzeugen.

Weitere Untersuchungen auch für „Gefylde“

Zum Einsatz kommen könnte dieses Instrument in bereits von Bewohner-Parkdruck belasteten Gebieten in Teilorten oder perspektivisch in der Kernstadt bei der Schwarzwaldstraße, sobald das in der Nachbarschaft entstehende „Gefylde“, ein Neubauprojekt mit 163 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen und sieben Stadthäusern fertiggestellt ist. Allerdings ist dabei eine solch umfangreiche Untersuchung der geplanten Maßnahmen hinsichtlich umweltbezogener Wirkungen wie CO2-Reduktion und städtebaulicher Verbesserungen, zum Beispiel in puncto erhöhte Aufenthaltsqualität notwendig, dass ein externes Büro damit beauftragt werden müsste, weil die Verwaltung dies personell nicht stemmen könnte.

Ausweise könnten bis zu 365 Euro im Jahr kosten

Mit dem Vorschlag der untersuchenden Ingenieurbüros, die Gebühren für die Anwohnerparkausweise, die aktuell 144 Euro pro Jahr kosten, in fünf Stufen bis auf 365 Euro zu erhöhen, wird sich zunächst die Haushaltsstrukturkommission befassen, kündigte Finanzbürgermeister Stefan Metzing an.

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