Herzinfarkt bei Alfredo Quintana Manuel Späth und der FC Porto bangen um Mitspieler

Der FC Porto bangt um Torwart Alfredo Quintana, hier im Siebenmeterduell in der Champions League mit Mikkel Hansen von Paris Saint-Germain. Foto: imago//Kevin Domas
Der FC Porto bangt um Torwart Alfredo Quintana, hier im Siebenmeterduell in der Champions League mit Mikkel Hansen von Paris Saint-Germain. Foto: imago//Kevin Domas

Am Sonntag stand Alfredo Quintana 60 Minuten im Handballtor. Am Montag erlitt der Torwart des FC Porto im Training einen Herzinfarkt. Sein Mitspieler Manuel Späth schildert die dramatische Situation.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Porto/Stuttgart - An Training ist derzeit nicht zu denken, auch das für Mittwoch geplante Champions-League-Spiel in Weißrussland bei Meshkow Brest ist längst abgesagt. „Wir stehen alle unter Schock“, sagt Kreisläufer Manuel Späth vom portugiesischen Handball-Erstligisten FC Porto. Am Montag brach sein Mitspieler Alfredo Quintana beim Regenerationstraining plötzlich zusammen und erlitt einen Herzinfarkt. „Wir absolvierten ein lockeres Fußballspiel ohne Belastung, als das Unglück passierte“, schildert Späth die dramatische Situation.

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Die anwesenden Physiotherapeuten beatmeten den Torwart, der am Vortag bei einem Ligaspiel noch 60 Minuten zwischen den Pfosten gestanden hatte. Schnell kam der Notarzt, direkt ging es in die Klinik. Dort liegt der 32-Jährige nach wie vor auf der Intensivstation im künstlichen Koma. „Sein Herz schlägt wieder von selbst, er zeigt gewisse Reaktionen“, berichtet Späth, der 2020 nach Porto wechselte und davor für den TVB Stuttgart und Frisch Auf Göppingen am Ball war. Der 35-Jährige bezeichnet Quintanas körperlichen Zustand als top: „Alfredo war kerngesund, hatte kein Gramm Fett am Körper.“

Folgeschäden unklar

Ob bei dem portugiesischen Nationaltorwart mit den kubanischen Wurzeln Folgeschäden bleiben, die Gehirnfunktion möglicherweise eingeschränkt bleibt, ist derzeit noch unklar. Späth, sein Trainer Magnus Andersson und alle Teamkollegen bangen mit Quintana, seiner Ehefrau und der kleinen Tochter. „An Handballspielen denkt bei uns derzeit keiner“, sagt Späth.

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