Herzogin Kate und Prinz William Für ihre Rundreise hagelt es Kritik

Drei Tage lang reisen Herzogin Kate und Prinz William durch England, Wales und Schottland – inmitten der Corona-Pandemie. Foto: AFP/MATTHEW CHILDS 16 Bilder
Drei Tage lang reisen Herzogin Kate und Prinz William durch England, Wales und Schottland – inmitten der Corona-Pandemie. Foto: AFP/MATTHEW CHILDS

Muss das sein, fragen sich viele Briten: Eine Rundreise durch Großbritannien, obwohl man doch in der Corona-Pandemie jeden unnötigen Kontakt vermeiden soll. Prinz William und Herzogin Kate stehen in der Kritik.

Digital Unit : Theresa Schäfer (the)

Cardiff/Windsor - Trotz Corona-Beschränkungen sind Prinz William und seine Ehefrau Herzogin Kate durch Großbritannien gereist - und haben sich damit harsche Kritik auch von Politikern eingehandelt. Er würde es vorziehen, wenn „niemand unnötige Besuche“ machen würde, sagte der Gesundheitsminister von Wales, Vaughan Gething, am Dienstag in der BBC. Wenig später legte das royale Paar in Wales einen Zwischenstopp bei seiner Bahnreise ein, um Pandemie-Helfern zu danken.

2000 Kilometer wollen William und Kate auf ihrer dreitägigen Corona-Tour durch Großbritannien zurücklegen. Im royalen Zug legen die Cambridges 1250 Meilen (mehr als 2000 Kilometer) durch England, Schottland und Wales zurück. Dabei wollte das Paar unter anderem Helden der Corona-Krise treffen. Am Montag hatten die Herzogin und der Herzog von Cambridge bereits Schottland besucht. Wegen der hohen Infektionszahlen und den geltenden Reisebeschränkungen im Königreich kommt die Tour bei vielen aber nicht gut an.

Gething warnte die Bevölkerung davor, die Reise des Paares falsch zu verstehen: Ihr Besuch sollte nicht als „Entschuldigung“ hergenommen werden, um zu sagen, dass die Menschen die Corona-Vorschriften nicht verstehen, sagte er mit Blick auf die Reisebeschränkungen in Wales. Wo William und Kate auftauchen, sind Fans nicht weit, die vor lauter Begeisterung darüber, einen Blick auf die Cambridges zu erhaschen, nicht immer an die Abstandsregeln denken.

Schottlands Regierungschefin reagiert frostig

Am Montag hatte schon Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon frostig auf den Besuch von William und Kate in der schottischen Hauptstadt Edinburgh reagiert. Es sei sichergestellt worden, dass das Paar „über alle in Schottland geltenden Beschränkungen informiert“ ist, sagte Sturgeon.

Der britische Premierminister Boris Johnson lobte Kate und William indes für ihre Fahrt durchs Land - dies hebe die Stimmung.

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Die Cambridges wollen mit ihrer Aktion Trost spenden und die Corona-Helden treffen, die das Land in der Pandemie am Laufen halten. In der walisischen Hauptstadt Cardiff sagte die Nummer zwei der Thronfolge am Dienstag, sie wüsste noch nicht, wie sie die Weihnachtstage verbringen werden. „Es ist so schwierig, wir versuchen immer noch, Pläne zu schmieden“, sagte William. „Es ist schwer zu sagen, was am besten ist“, sagte er mit Blick auf Corona-Beschränkungen.

Das Paar traf sich mit Studentinnen und Studenten, die über psychische Herausforderungen wegen der Pandemie berichteten. Kate, in geblümter Maske, rotem Mantel sowie Schal und Rock mit Tartan-Muster, und William besichtigten zudem Weihnachtsstände, die in der Burg von Cardiff aufgebaut waren.

Queen Elizabeth II. zeigt sich mit ihrer Familie

Am Dienstagabend kehrten der Herzog und die Herzogin von Cambridge, mittlerweile im grünen Mantel, zurück und wurden in Schloss Windsor bei London von Williams Großmutter, Königin Elizabeth II. (94), empfangen. Die Queen, gekleidet in einen roten Mantel und roten Hut, zeigte sich erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder mit mehreren Mitgliedern der königlichen Familie zugleich - auch ihr Sohn und Williams Vater, Prinz Charles (72), und dessen Frau Camilla (73) nahmen teil, nicht aber Elizabeths Mann Prinz Philip (99). Die Familie lauschte Liedern einer Musikgruppe der Heilsarmee, und die Queen sang leise mit.

Großbritannien ist besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen. In dem Königreich sind bisher mehr als 61.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.




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