Hier wird gelesen und geschrieben Auf die Bücher, fertig, los! Kreative Formate für junge Stuttgarter

Beim Format zwischen/ding werden Alltagsgegenstände genutzt, um in einem kreativen Gruppenprozess Geschichten zu entwickeln. Foto: Literaturhaus Stuttgart, Sebastian Wenzel

Cozy Winterzeit ist Lese- und Schreibzeit! In Stuttgart gibt es einige Events für junge Leute, die in die Welt der Literatur abtauchen wollen. Wir haben sie ausgecheckt.

Stuttgart liest, und das nicht zu knapp! Besonders in der cozy Jahreszeit ist schmökern und schreiben wieder angesagt. Doch Literatur ist nicht nur da, um allein im stillen Kämmerchen genossen zu werden. Erst im Austausch mit anderen Begeisterten wird es so richtig spannend!

 

Das Literaturhaus in Stuttgart ist die ideale Adresse, um sich mit Literatur zu beschäftigen, Lesungen zu besuchen, sich mit Autorinnen und Autoren auszutauschen und die eigenen schriftstellerischen Fähigkeiten auszubauen. Besonders für junge Stuttgarterinnen und Stuttgarter unter 29 Jahren gibt es ein umfassendes Angebot. Wir haben es für euch ausgecheckt.

Die vier Formate des Literaturlabors

Das Literaturlabor ist eine Veranstaltungsreihe des Literaturhauses, die auf immer neue und spannende Weise mit Literatur experimentiert. Dabei handelt es sich nicht um eingestaubte Wasserglas-Lesungen mit Bühne und Publikum. Stattdessen werden neue Settings kreiert, die jungen Leuten Literatur leichter zugänglich machen sollen. Geschriebenes und Gelesenes wird bei der Veranstaltungsreihe auf eine radikale Weise neu gedacht. Jedes Format hat seinen eigenen Twist, es lohnt sich aber mehrere davon auszuchecken.

Zwischen/miete

Bei der zwischen/miete wird es kuschelig! Die Literatur zieht in private Wohn- und WG-Zimmer ein – dazu gibt es Brezeln und Bier. In dieser cozy Atmosphäre begegnen sich Schreibende und Lesende auf Augenhöhe. Regelmäßig stellen junge Autorinnen und Autoren ihre Bücher vor. Anschließend wird gefragt, diskutiert und einfach eine gute Zeit geteilt. Zur nächsten zwischen/miete kommt Verena Kessler zu Gast und stellt ihren neuen Roman „Gym“ vor.

Im Dezember laden die Silent Reading Partys der zwischen/miete zum gemeinschaftlichen Lesen ein: Hier könnt ihr euer eigenes Buch mitbringen und endlich mal wieder in Ruhe lesen. Falls ihr dabei aber nicht allein sein wollt und trotzdem Bock auf neue Leute habt, ist das genau das richtige Event für euch. Auf die Bücher, fertig, los!

„Gym“ in der zwischen/miete, 29.11., 19.30 Uhr, Infos gibt es hier. 

Die zwischen/miete sind Lesungen auf Augenhöhe, bei denen sich Lesende und Schreibende austauschen können. Foto: Literaturhaus Stuttgart, Sebastian Wenzel

Zwischen/stand

Ihr wollt schreiben, aber euch fehlt im Kessel der Austausch mit Gleichgesinnten? Dann aufgepasst! Der zwischen/stand ist ein digitales Werkstattformat für angehende Autorinnen und Autoren, die ihre Texte weiterentwickeln möchten. Unter der Leitung von Jan Snela werden eigene Gedichte, Prosafragmente oder Romanentwürfe vorgestellt und gemeinsam besprochen. Im Mittelpunkt stehen der Austausch über den Schreibprozess und konkretes Feedback in einer offenen, wertschätzenden Atmosphäre. Also: Kramt eure Notizen hervor und schaut vorbei!

Zwischen/stand, online, 1.12., 19.30 Uhr. Infos gibt es hier.

Zwischen/lese

Die zwei schönsten Dinge der Welt kommen zusammen: Kulinarik trifft Poesie. Bei der zwischen/lese kochen Jan Snela und Viktoria Theil im Literaturhaus landestypische Gerichte, passend zu den behandelten Gedichten (natürlich auch vegan). Wer das Gehirn mit Lyrik füttert, darf den Magen schließlich nicht vergessen! Schweizer Lyrik mit Käsefondue? Japanische Poesie und duftende Ramensuppen? Das Format lädt dazu ein, Literatur auf ganz neue Weise zu erfahren: lesend, schmeckend, riechend – mit allen Sinnen eben.

Infos zum nächsten Lyrikabend gibt es bald hier.

Zwischen/ding

Das zwischen/ding versteht sich als kreatives Experimentierfeld, in dem die Räume des Literaturhauses auf ungewohnte Weise transformiert werden. Bitte was? Die Teilnehmenden bringen Alltagsgegenstände mit, die in gemeinsamer Arbeit zu neuen Figuren, Geschichten und Bildern werden. So entstehen Comiccharaktere, Foto-Love-Stories, Stop-Motion-Filme oder kleine Bühnenstücke. Hier wird experimentiert, gebastelt und herumgesponnen, denn in jeder Zahnbürste steckt eine Geschichte. Ein Event, das euch aus eurer Komfortzone holt!

Zwischen/ding, Literaturhaus, Breitscheidstr. 4, Stuttgart-Stadtmitte, 30.11., 11 Uhr. Karten gibt es hier.

Beim Format zwischen/lese im Literaturhaus Stuttgart wird in kulinarischer Begleitung Lyrik rezipiert und diskutiert. Foto: Literaturhaus Stuttgart, Sebastian Wenzel

Literaturlabor-Gala

An das zwischen/ding knüpft einmal im Jahr eine große Literaturlabor-Gala an. Dieser Abend verbindet Ausstellung, Performance und Party in einem. Bei der interaktiven Vernissage werden die im Laufe des Jahres entstandenen Projekte präsentiert und in Szene gesetzt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Objekt, Kunst und Alltag, Bühne und Publikum. Die nächste Gala findet am 10. Januar 2026 statt und bildet den Abschluss des kreativen Jahres. Und: Wie bei allem Formaten des Literaturhauses sind Interessierte aller Altersgruppen willkommen. Schaut also vorbei, auch wenn ihr die 29 schon hinter euch gelassen habt!

Wer schon bei den Vorbereitungen mitmischen will, kommt am 6.12. um 11 Uhr mit einem Gegenstand vorbei, Karten gibt es hier.

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, Stuttgart-Mitte

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