Hilfe für den Nachbarn Fall 8 Schulessen kann sich die kinderreiche Familie nicht mehr leisten

Von  

Familie Z. fällt durch alle Raster: Der Familienvater verdient 30 Euro zuviel. Somit fallen alle Vergünstigungen für die Kinder weg.

Der Familienvater arbeitet im Lager einer großen Firma. Trotzdem ist das Geld immer knapp. Foto: dpa
Der Familienvater arbeitet im Lager einer großen Firma. Trotzdem ist das Geld immer knapp. Foto: dpa

Stuttgart - Bei Familie Z. ist alles knapp: Das Geld, obwohl der Vater Vollzeit arbeitet, und auch der Wohnraum. Die sechsköpfige Familie lebt auf 50 Quadratmetern. Ein Zimmer teilen sich die Kinder, wobei die beiden Mädchen in einem Bett schlafen: „Eine mit dem Kopf oben, eine mit dem Kopf am Fußende“, erklärt die Mutter. Das älteste Kind hat ein eigenes Bett. Mehr Platz gibt es im Kinderzimmer nicht, denn die beiden Älteren benötigen dazwischen auch einen Schreibtisch. „Wegen ihm gibt es jeden Tag Streit“, stöhnt Herr Z. Ein Kind trödelt gerne, das nächst jüngere ist ehrgeizig und kann es kaum erwarten, bis der Schreibtisch endlich frei wird. Das Jüngste ist noch ein Baby und schläft bei den Eltern.

„Wir bekommen einfach keine andere Wohnung“, klagt der Vater. „Niemand will eine Familie mit mehreren Kindern.“ Herr Z. hat eine Anstellung als Lagerarbeiter. Sein Verdienst ist knapp für eine große Familie, aber rund 30 Euro zuviel für Wohngeld und für den Kinderzuschlag. Mit dem hätten die Kinder Anspruch auf Leistungen nach dem Bildungs-und Teilhabepaket. Das Busticket zur Schule und das Schulessen wären günstiger.

Selbstständigkeit endete mit Schulden

Derzeit stottert die Familie noch Essensschulden in der Schule für eines der Kinder ab. „Wir haben es jetzt abgemeldet, weil das Essen zu teuer ist“, berichtet Frau Z. kleinlaut. Auch das andere Schulkind nimmt ein großes Vesper von zu Hause mit, um das Mittagessen in der Schule zu sparen.

Die Familie ist derzeit in Privatinsolvenz und hat in den vergangenen Jahren viele Schulden abbezahlt. Die waren entstanden, weil sich Herr Z. selbstständig machen und einen Imbiss eröffnen wollte. Das Geschäftsmodell war durchdacht und die Genehmigung war so gut wie sicher.

Herr Z. hatte deshalb einen Kredit aufgenommen, doch dann erging seitens der Gemeinde, in der die Familie lebt, ein Baustopp für den vorgesehen Platz, an dem der Imbiss stehen sollte. „Außer den Zinsen haben wir alles zurückbezahlt“, sagt Herr Z. Jetzt sind Herd und Kühlschrank kaputt. Frau Z. kocht derzeit bei ihrer Mutter. Außerdem benötigen die älteren Kinder für die weiterführende Schule einen Laptop. Alles Dinge, die sich die Familie trotz Verdienst nicht leisten kann.

Hilfe für den Nachbarn

Startseite » Der Antrag » Die Aktion » Die Satzung » Die Empfänger » Kontakt » Verein » Geschäftsbericht » Vereins-Impressum und -Daten­schutz­er­klärung »

Die Adresse:
"Hilfe für den Nachbarn e.V."
c/o Stuttgarter Zeitung
Plieninger Straße 150
70567 Stuttgart

Telefon: 0711 / 7205-1311
Fax: 0711 / 7205-1323
E-Mail: stz-hilfe@stz.zgs.de

Das Spendenkonto:
IBAN DE53 6005 0101 0002 2262 22
BIC SOLADEST600