Hilfsaktion während der Corona-Krise Sparkasse und Volksbank kooperieren

Von Jan-Philipp Schlecht 

Die beiden größten Geldhäuser im Kreis Böblingen starten Hilfsaktion für Unternehmen und Privatleute.

Volksbank-Chef Wolfgang Klotz will kleineren Unternehmen helfen. Foto: Archiv
Volksbank-Chef Wolfgang Klotz will kleineren Unternehmen helfen. Foto: Archiv

Kreis Böblingen - Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Die Vorstandsvorsitzenden von Kreissparkasse Böblingen und die Bezirksvereinigung der Volksbanken im Kreis Böblingen haben per Telefonkonferenz ein gemeinsames Signal an ihre Kunden im Kreis Böblingen gesendet.

Detlef Schmidt (KSK) und Wolfgang Klotz (Voba) übten den Schulterschluss, obwohl sie sonst in gesundem Wettbewerb stehen. „Wir wollen als regionale Kreditinstitute unseren Beitrag dazu leisten, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begrenzen und stehen unseren gewerblichen und privaten Kunden umfassend zur Seite“, sagte Schmidt. „Hierbei gilt es, weder leichtfertig noch zögerlich zu handeln.“ Und Volksbank-Chef Wolfgang Klotz ergänzte: „Genossenschaftsbanken wie auch die Sparkasse verfügen über breite Strukturen in der Fläche und können so die Förderprogramme der KfW an die betroffenen Menschen bringen.“

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In der aktuellen Krisensituation ziehen die beiden Geldhäuser ausnahmsweise gemeinsam an zwei Handlungssträngen. Einerseits werden hier wie dort Kunden und Mitarbeiter möglichst gut vor einer Infektion geschützt: Nur noch in Bankfilialen mit Glaskasse werden Kunden persönlich beraten. Alle anderen stellen auf telefonische oder Online-Beratung um. „Das wird sehr gut angenommen“, berichtete Detlef Schmidt.

Der zweite Handlungsstrang ist, betroffenen Unternehmen oder Privatkunden zur Seite zu springen, sollten diese aufgrund der Krise in Liquiditätsschwierigkeiten kommen. „Das betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen ganz akut“, sagt Klotz.

Man wolle bei Zuschüssen vom Staat behilflich sein, als auch Förderkredite vermitteln. Schmidt: „Dafür hatten wir bereits 1300 Anfragen binnen einer Woche.“ Der KSK-Vorsitzende betont auch, dass ein „geordneter Wiederanlauf der Wirtschaft binnen vier bis sechs Wochen“ das schlimmste verhindern würde. Hält der Lockdown länger an, seien viele Unternehmen in ernsthafter Gefahr. Bisher sehen sich Sparkasse und Volksbanken sehr gut gerüstet: Sie seien mit reichlich Eigenkapital ausgestattet und daher krisenfest.




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