Himalaya Heftiges Nachbeben in Nepal

In Nepal hat es ein heftiges Nachbeben gegeben.  Foto: EPA 14 Bilder
In Nepal hat es ein heftiges Nachbeben gegeben. Foto: EPA

In Nepal hat es am Dienstag ein heftiges Nachbeben gegeben. Wieder gibt es Tote. Erst vor 17 Tagen hatte ein Erdbeben dazu geführt, dass mehrere tausend Menschen ums Leben gekommen waren.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Kathmandu - Bei dem schweren Nachbeben im Himalaya sind mindestens 58 Menschen gestorben. 40 Tote seien bislang in Nepal geborgen worden, sagte Polizeisprecher Kamal Singh Bam am Dienstag in Kathmandu. Mehr als 1129 Menschen seien verletzt worden. Im Nachbarland Indien kamen nach offiziellen Angaben drei Mädchen bei Hauseinstürzen ums Leben. In China starb eine Frau, als sie von herabstürzenden Steinen erschlagen wurde.

Weitere Tote werden befürchtet. Polizeikommissar S.P. Magar sagte, am Neuen Markt in Nepals Hauptstadt Kathmandu sei ein fünfstöckiges Haus in sich zusammengestürzt. „Wir fürchten, dass es Tote gibt, denn unter dem Gebäude stand ein Taxi. Wir versuchen, es zu finden. Bislang hatten wir kein Glück.“

Weitere leichte Beben am Dienstag

Im Abstand von wenigen Minuten folgten am Dienstag weitere, schwächere Beben. Eines sei stärker als 6 gewesen und drei stärker als 5, sagte Laxmi Dhakal vom Innenministerium Nepals. „Wir sind alle aus unseren Büros gerannt. Manche Menschen haben geweint. Das Nachbargebäude hat frische Risse“, sagte Ely Shrestha in Kathmandu.

Das Epizentrum des Bebens lag an der Grenze zwischen Nepal und dem chinesischen Tibet.

Vor zweieinhalb Wochen lag das Epizentrum westlich von Kathmandu. Nach Angaben der Behörden starben dabei allein in Nepal mindestens 8100 Menschen. In Indien waren damals 79 Menschen ums Leben gekommen, in Tibet waren es 25 Menschen. Mindestens 100 Menschen starben im benachbarten China und Indien. Auch das gewaltige Nachbeben war bis nach Kolkata und in die indische Hauptstadt Neu Delhi zu spüren. Dort wurde die U-Bahn vorübergehend angehalten.

Der Verkehr kam erneut zum Erliegen

Die Telefonverbindungen in Kathmandu funktionierten zunächst nicht, weil sie völlig überlastet waren. Der Verkehr kam zum Erliegen. Die Menschen begannen erneut damit, Zelte auf öffentlichen Plätzen und in ihren Gärten aufzubauen - dabei hatten sie diese oft erst vor wenigen Tagen abgebaut und waren in ihre Häuser zurückgekehrt. „Es sieht so aus, als solle Nepal diesmal komplett zerstört werden“, sagte ein Bewohner.

Bei dem Beben am 25. April waren fast eine halbe Million Häuser in Nepal zerstört oder schwer beschädigt worden. Millionen Nepalesen leben derzeit in Zelten, vor allem in den Bergen, wo die einfachen Lehm- und Steinhäuser den Erschütterungen nicht standhielten. Nach UN-Angaben ist etwa ein Viertel der Bevölkerung des armen südasiatischen Landes betroffen. In den am stärksten betroffenen Gegenden seien 95 Prozent der Häuser zerstört.




Unsere Empfehlung für Sie