Am Wochenende zeigt sich ein besonderes Himmelsspektakel über Stuttgart: Die Planetenparade. Wo man im Kessel einen guten Blick auf den Nachthimmel hat.
Es ist ein besonderes Spektakel, das am Wochenende am Nachthimmel zu sehen sein wird: Die Planetenparade. Ab dem 28. Februar sind sechs der acht Planeten unseres Sonnensystems zu sehen. Bereits jetzt kann man schon fünf Planeten am frühabendlichen Himmel entdecken: Jupiter, Uranus, Saturn, Neptun und Merkur. Am 28. Februar gesellt sich dann noch die Venus dazu.
In Stuttgart gibt es einige Orte, an denen man das Himmelsspektakel beobachten kann. Wir haben die besten Aussichtspunkte zusammengestellt.
Hier kann man in Stuttgart die Planeten beobachten
Besonders gut eignen sich Orte, die höher gelegen sind und sich nicht direkt in der Stadt befinden. Denn Lichtquellen in Städten stören den Blick auf den Nachthimmel. Um die Planetenparade sehen zu können, bietet sich etwa ein nächtlicher Ausflug zum Birkenkopf an. Er ist mit 511 Metern der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet von Stuttgart, liegt entfernt von den Lichtquellen der Stadt und bietet einen guten Blick auf den Nachthimmel. Erreichbar ist der Aussichtspunkt mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß vom Westbahnhof aus.
Auch das Schloss Solitude ist eine gute Anlaufstelle, um die Planetenparade zu bewundern – und das in besonders malerischer Kulisse. Erreichbar ist der Aussichtsspot mit der Buslinie 92.
Wer nach einem Aussichtspunkt etwas außerhalb der Stadt sucht, ist an der Grabkapelle genau richtig. Dort bietet sich ein besonderes Panorama des Kessels und des Nachthimmels. Zur Grabkapelle gelangt man mit der Buslinie 61 bis zum Rotenberg.
Aber auch innerhalb Stuttgarts kann man die Planetenparade beobachten, etwa im Killesbergpark. Der Killesbergturm ist nachts aus Sicherheitsgründen geschlossen. Im Höhenpark lässt sich trotzdem in schöner Umgebung der Nachthimmel gut beobachten. Zum Killesberg kommt man mit den Buslinien 43 und 44 oder mit der Stadtbahnlinie U 5.
Sternwarte öffnet früher für Himmelsspektakel
Am Bismarckturm lässt es sich ebenfalls gut in den Nachthimmel schauen. Auch dieser Turm ist in der Regel verschlossen, aber die Aussichtsplattform am Gähkopf bietet einen schönen Blick auf das Himmelszelt. Den Bismarckturm erreicht man mit der Buslinie 43.
Wer das besondere Himmelsereignis lieber gemeinsam mit anderen entdecken will, ist bei der Stuttgarter Sternenwarte genau richtig. Diese öffnet am 28. Februar aufgrund der Planetenparade schon um 18.30 Uhr. Direkt nach Sonnenuntergang wird dort versucht, die Planeten mit dem Teleskop zu betrachten, heißt es auf der Webseite. Für alle Interessenten: Am besten warme Kleidung mitbringen.
Das sollten Planetengucker beachten
Um den Nachthimmel zu beobachten gilt: Je dunkler die Umgebung, desto besser. Für einen ungestörten Blick sollte man sich einen möglichst dunklen Ort suchen und Lichtquellen wie Taschenlampen oder Handys ausschalten. So können sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen.
Die Planetenparade wird im Westen zu sehen sein. Am besten sollte man direkt nach Sonnenuntergang Ausschau halten. Venus, Jupiter, Saturn und mit ein bisschen Glück auch Merkur kann man mit dem bloßen Auge sehen. Für Uranus und Neptun braucht man allerdings ein Fernglas oder ein Teleskop. Wer sich für den Nachthimmel interessiert, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen: Denn die nächste große Planetenparade ist erst 2028 zu sehen.