Hitzehoch im Südwesten "Annelie" lässt die Menschen schwitzen

Eine Studentin genießt am Ufer des Rheins in Mainz das traumhafte Sommerwetter. Foto: dpa 9 Bilder
Eine Studentin genießt am Ufer des Rheins in Mainz das traumhafte Sommerwetter. Foto: dpa

Temperaturen weit jenseits der 30 Grad, hohe Ozonwerte und Waldbrandgefahr bestimmen das Wetterbild im Südwesten. Hoch „Annelie“ beschert sonnige Tage. Und es soll noch heißer werden - einigen gefällt das besonders.

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Stuttgart - Hitzehoch „Annelie“ hat am Mittwoch wieder viele Menschen ins Schwitzen gebracht: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte am Nachmittag im Rheintal die heißesten Werte - mit 34 Grad in Karlsruhe. Die Meteorologen warnten zudem vor hohen Ozonwerten und Waldbrandgefahr. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen stetig an - am Samstag werde der heißeste Tag der Woche mit bis zu 40 Grad am Oberrhein erwartet. Die Getreidebauern sind damit glücklich. Am Freitagabend können im Schwarzwald allerdings erste, teils kräftige Hitzegewitter auftreten.

Aufgrund erhöhter UV-Werte empfehlen die DWD-Meteorologen, Sonnencreme aufzutragen, sich möglichst im Schatten aufzuhalten oder Hüte und Kappen zu tragen. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) warnte vor einer steigenden Ozonbelastung mit mehr als 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft - vor allem etwa am nördlichen Oberrhein, bei Karlsruhe sowie Baden-Baden. Zu viel Ozon kann laut LUBW zu gereizten Atemwegen, Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden führen. Deshalb sollten die Menschen auf ungewohnte körperliche Anstrengung und sportliche Aktivitäten im Freien verzichten.


So wird das Wetter in Stuttgart und der Region

Die Getreidebauern freut das Wetter. „Bei der Ernte der Wintergerste, die jetzt anläuft, ist es hilfreich, wenn es trocken ist“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Landesbauernverbandes, Horst Wenk. „Sonst können die Körner feucht werden und müssen getrocknet werden.“ Vor der Hitzeperiode sei es im Süden des Landes tendenziell zu nass gewesen, sagte Verbandssprecherin Ariane Amstutz. Die Landwirte dort seien nun froh über etwas Sonne und Trockenheit. „Die Böden sind gesättigt, eine Woche Hitze macht gar nix aus.“

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg mahnte beim Baden und Schwimmen im Neckar zur Vorsicht. Badeverbote sollten unbedingt beachtet werden, sonst drohe Lebensgefahr, erklärte Leiter Jörg Huber. So könnten Schwimmer in der Nähe von Wehren und Schleusen in den Sog der Anlagen geraten. Der Neckar hatte am Mittwoch in Heidelberg eine Wassertemperatur von 20,5 Grad.

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