Hitzeschutzplan der Bundesregierung Hilfe gegen Hitze

Wohl dem, der sich dieser Tage abkühlen kann Foto: dpa/Matthias Bein

Es kommt nicht entscheidend auf die Bundespolitik an, um die potenziell tödliche Gefahr abzuwenden, kommentiert Bernhard Walker.

Hitze kann lebensgefährlich sein: Das beschäftigt die Öffentlichkeit spätestens seit dem Sommer 2003. Damals starben in Europa Tausende Menschen an den Folgen einer Hitzewelle. Somit ist es bestimmt kein Fehler, dass Gesundheitsminister Karl Lauterbach 20 Jahre später zu einem Hitzegipfel nach Berlin eingeladen hat. Denn in Zeiten der Klimakrise sind Temperaturen von deutlich mehr als 30 Grad, die früher selten waren, sehr häufig.

 

Es kommt aber nicht entscheidend auf Berlin, sondern auf die einzelnen Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Kommunen an, um die potenziell tödliche Gefahr abzuwenden. Viele von ihnen sind denn auch längst aktiv geworden. Seit 2005 gibt es das Warnsystem des Deutschen Wetterdiensts, zwölf Jahre später erstellten Bund und Länder Empfehlungen für wirksame Schutzkonzepte. Allerdings ist auch die beste Vorbeugung in Kliniken und Heimen nur eine kleine Facette. Auch die Zivilgesellschaft ist gefragt. Projekte wie die Hitzetelefone, bei denen Ehrenamtler und Mitarbeiter täglich Ältere in deren Zuhause anrufen und nachfragen, ob es ihnen gut geht, müssen überall selbstverständlich werden.

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